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12.12.2019 | 8er-Team Neuigkeiten

8er-Team Abschlussveranstaltung 2019

Die 8er-Team-Mitglieder eröffneten mit einem gemeinsamen Einmarsch und einem Gruppenbild den großen Finaltag. Foto: Wallrafen
Die 8er-Team-Mitglieder eröffneten mit einem gemeinsamen Einmarsch und einem Gruppenbild den großen Finaltag. Foto: Wallrafen

Mit einem großen Paukenschlag wurde am 17. November die erste rheinische 8er-Team-Saison beendet. Im Pferdesportzentrum Rheinland feierten knapp 500 Pferdefreunde die erfolgreichsten 8er-Team-Mitglieder des Jahres. „On top“ konnten die Besucher etliche praktische Tipps aus den Demo-Lehrstunden für ihr eigenes Training mit nach Hause nehmen – und viele von ihnen auch mindestens einen der über 500 Tombola-Preise. Für Kurzweile sorgte das abschließende Showprogramm – inklusive Gänsehautgarantie.

Rund 100 8er-Team-Mitglieder eröffneten den „Pferdetag“ zum Ausklang der Saison mit einem stimmungsvollen gemeinsamen Einmarsch. Dabei trotzten sie der Kälte und präsentierten stolz ihre 8er-Team-Shirts. „Ein tolles Bild“, freute sich Moderatorin Andrea Franken, die galant durch den Tag führte und auch gleich eine Idee zum Aufwärmen hatte. „Ihr galoppiert jetzt einfach eine große Ehrenrunde zu Fuß, dann ist Euch wieder warm.“ Gesagt, getan. Natürlich nicht ohne anfeuernden Applaus aus dem Publikum. Nach dem Auslaufen schlüpften sie schnell wieder in ihre dicken Winterjacken, um von den Tribünen aus dick eingemummelt die erste Demo-Lehrstunde zu verfolgen.

Lehrstunde Vielseitigkeit

Christina Reineke gehörte zu den glücklichen Gewinnern einer Teilnahme am Demotraining Vielseitigkeit. Foto: Wallrafen
Christina Reineke gehörte zu den glücklichen Gewinnern einer Teilnahme am Demotraining Vielseitigkeit. Foto: Wallrafen

Den Trainings-Auftakt machten die Vielseitigkeitsreiter. Laura Gehrke, Christina Reineke, Eva Fielenbach und Julia Pobardnik waren die glücklichen Gewinnerinnen dieser Trainingseinheit. Mit der Landestrainerin der Ponyvielseitigkeitsreiter, Christina Hoffmann, übten sie eine Stunde lang wichtige Basics in Sachen „Busch“. So legte die international bis CIC3* erfolgreiche Reiterin viel Wert auf einen stabilen Grundsitz. „Es ist wichtig, immer in der Balance zu sitzen. Das heißt vor allem, dass man den Oberkörper nicht zu weit nach vorne neigen darf vor und über den Sprüngen“, lautete ein wichtiger Grundsatz. Genauso viel Wert legte die Pferdewirtschaftsmeisterin in punkto „sicherer Sitz“ auf einen stabilen Unterschenkel. Ein weiteres Fazit aus Tina Hoffmanns Lehrstunde lautete: „Es ist wichtig den Blick nicht nur auf den Sprung selbst zu richten, sondern auch auf das, was danach noch kommt.“

Von den ersten lösenden Sprüngen erarbeitete die Pferdewirtschaftsmeisterin mit ihren Schülerinnen Schritt für Schritt alle Etappen bis hin zu einem abschließenden kleinen Geländeparcours. „Wenn man sich so an einen Parcours ran arbeitet, stellt das auch für wenig erfahrene Reiter oder Pferde kein Problem dar, wie man sieht“, betonte Tina Hoffmann. Denn mit Julia Pobardnik und ihrer Schimmelstute Luna Connection war auch ein bisher in der Vielseitigkeit noch sehr unerfahrenes Paar mit von der Partie. Die Beiden hatten ihre 8er-Note im Springen erzielt, hatten sich aber explizit auch für die Teilnahme an der Vielseitigkeits-Demo-Stunde beworben. „Wir sind kürzlich einfach mal so eine E-Vielseitigkeit mitgeritten und hatten dabei super viel Spaß.“ Und wer weiß, vielleicht schaffen es Julia und ihre Stütchen im nächsten Jahr sogar auch ins 8er-Team Vielseitigkeit? Um dieses Ziel zu erreichen, konnten sie einige wichtige Tipps von Tina Hoffmann mit nach Hause nehmen. Doch nicht nur für die Reiterinnen selbst lohnte sich die Trainingseinheit – auch die Zuschauer bekamen Input für das eigene Training.

Demotraining Dressur

Mit Ruby Zafirakis und ihrem Edelmann arbeitete Steffi Wolf unter anderem am richtigen Grundtempo. Foto: Wallrafen
Mit Ruby Zafirakis und ihrem Edelmann arbeitete Steffi Wolf unter anderem am richtigen Grundtempo. Foto: Wallrafen

Während die Reiterinnen ihre Pferde versorgten und die Zuschauer die Pause nutzten, um sich im Kuchenzelt zu stärken und aufzuwärmen, wurde die Halle vom Geländeparcours in ein Dressurviereck verwandelt. Denn als nächster Programmpunkt stand die Dressurstunde bei Steffi Wolf an. Die international erfolgreiche Pferdewirtschaftsmeisterin, die seit vielen Jahren Chefbereiterin auf dem Krüsterhof der Familie Hinnemann in Voerde ist, arbeitete ebenfalls mit vier 8er-Team-Mitgliedern am Feinschliff für die nächste Saison. Dabei ging sie speziell auf die Wünsche der Reiterinnen ein. „Cardonay ist insgesamt sehr hibbelig,“ schilderte Emma Grüntjens ihr Hauptproblem mit ihrer Palominostute. Steffi Wolfs Lösungsansatz, der im Verlauf der Stunde bereits deutliche Früchte trug, lautete hier: „Dein Pony muss sich mehr auf Dich konzentrieren. Du musst viele Übergänge reiten und immer wieder ihre Aufmerksamkeit einfordern.“ Dabei sollte die junge Reiterin darauf achten, sich schwerer hinzusetzen und die Zügelhilfen nicht vorherrschen zu lassen beim Parieren.

Pferdewirtschaftsmeisterin Stefanie Wolf, Chefbereiterin am Krüsterhof, leitete das Demotraining in der Dressur. Foto: Wallrafen
Pferdewirtschaftsmeisterin Stefanie Wolf, Chefbereiterin am Krüsterhof, leitete das Demotraining in der Dressur. Foto: Wallrafen

Übergänge lautete auch das Zauberwort in der Arbeit mit Julia Knobloch – auch wenn deren Rudi Mentär eher zu träge als zu fleißig ist. „Doch auch hier wirkt das Reiten von vielen Übergängen Wunder“, betonte Steffi Wolf. „Du musst Dein Pferd schließlich dazu kriegen, besser auf Dich zu hören. Das schaffst Du, indem Du viele, viele Übergänge reitest. Dabei musst Du aber darauf achten, diese korrekt zu reiten. Und Dein Pferd muss reagieren.“ Besonderen Wert sollte Julia darauf legen, dass die Reaktion ihres Pferdes auf die treibende Hilfe sofort einsetzt – und nicht erst eine halbe Runde später. „Gib lieber einmal eine deutliche Hilfe. Dazu kannst Du die Gerte auch einmal an die Schulter nehmen und Deine treibende Hilfe an dieser für Dein Pferd ungewohnten Stelle unterstützen.“ Mit Ruby Zafirakis und ihrem Edelmann VZ arbeitete Stefanie Wolf hingegen vor allem am richtigen Grundtempo, im späteren Verlauf der Stunde wagten sie sich außerdem an die Erarbeitung der einfachen Wechsel. „Nutz hier ruhig die Begrenzung durch die Bande“, riet die Ausbilderin. „Du machst es Dir und Deinem Pferd einfacher, wenn Du den Übergang zum Schritt zunächst aus einer Volte herausreitest. So nutzt du die ‚bremsende‘ Wirkung der Bande.“ Den Sprung in die Klasse M wollen Laura Heimann und Da Vinci im nächsten Jahr schaffen. „Die Traversalen sehen schon ganz gut aus“, fand Stefanie Wolf. „Aber das geht noch besser!“ Und wie? Richtig, mit Übergängen! Um die Traversale ausdrucksstärker zu bekommen, ließ Steffi Wolf die Reiterin innerhalb der Lektion Tempounterschiede reiten. „Und schon würdest Du von mir eine halbe Note mehr bekommen für die Traversale“, lobte sie anschließend.

Lehreinheit Springen

Jeanette Gruszien und ihre „Donnie“ konnten viele Tipps von Holger Hetzel für ihr weiteres Training mitnehmen. Foto: Wallrafen
Jeanette Gruszien und ihre „Donnie“ konnten viele Tipps von Holger Hetzel für ihr weiteres Training mitnehmen. Foto: Wallrafen

Vom Viereck zum Parcours – die erneute Umbauzeit in der Reithalle konnten die Zuschauer auch dazu nutzen, sich umfassend zum Thema Sportpferdefütterung zu informieren. Denn Tierwissenschaftlerin Katja Nelken hielt in dieser Zeit einen informativen Fachvortrag, in dem sie nicht nur den Verdauungstrakt des Pferdes erklärte, sondern auch die daraus folgenden logischen Konsequenzen für die Fütterung. Doch nicht nur mit dem Referat lieferte Katja Nelken wertvolle Informationen zum Thema, sondern darüber hinaus stand sie den ganzen Tag gemeinsam mit dem restlichen Team um Dr. Susanne Marx-Nowak am Raiffeisen-Markt Stand Rede und Antwort.

In der Halle hieß es schließlich: Parcours frei für Jeanette Gruszien, Louis de Witt, Lisa Dalbeck und Daniela Heinrichs. Mit Landestrainer und Nationenpreisreiter Holger Hetzel arbeiteten sie eine Stunde lang an wichtigen Basics für erfolgreiche Auftritte im Parcours. Dabei erarbeiteten sie Schritt für Schritt zunächst alle Teile des Parcours einzeln, um diese am Ende zusammenzusetzen. Dabei legte Hetzel Wert auf die richtigen Grundlagen. So begann er die Stunde ähnlich wie Steffi Wolf mit dem Reiten von Übergängen. „Durch das Reiten vieler Übergänge bekommt man Kontrolle über sein Pferd. Und Kontrolle im Parcours Gold wert“, so der Landestrainer, dessen gestellte Aufgaben deshalb auch während der Springarbeit immer wieder Übergänge an fest vorgegebenen Punkten enthielten. Darüber hinaus forderte Hetzel von den Reiterinnen, flexibel die verschiedenen Sitzformen einnehmen zu können. „Man muss jederzeit der Situation angemessen entweder den Dressursitz, den Entlastungs- oder den Leichten Sitz zeigen können.“

Bei der Erarbeitung der einzelnen Parcours-Ausschnitte achtete Holger Hetzel vor allem darauf, dass die Reiter den richtigen Rhythmus fanden und die Sprünge im Fluss absolvierten. Daneben war ihm aber auch die Einhaltung der Distanzen wichtig. „Dabei könnt ihr im Training wie auf dem Turnier auch unglaublich viel durch aufmerksames Zuschauen lernen“, lautete sein Tipp. „Und damit meine ich nicht, dass ihr nur guckt, ob jemand einen Fehler hatte. Nein, schaut genau hin, dann wisst ihr auch, ob eine Distanz eher im vorwärts geritten werden muss oder ob ihr den Galoppsprung etwas zurücknehmen müsst, um passend zu kommen.“ Ebenfalls wichtig: ein gleichmäßiges Tempo während des Parcours. „Fangt nicht mit Tempo 50 an und hört mit Tempo 120 auf. Reitet lieber konstante 70.“ Tipps, von denen auch hier nicht nur die Teilnehmer im Sattel profitierten, sondern auch das fachkundige Publikum.

Ehre, wem Ehre gebührt

Die Geehrten des Raiffeisen-Markt 8er-Teams U25 Vielseitigkeit: Malou Zoe Tolxdorf, Franziska Schrudde, Katja Nelken, Neil Hoffmann, Dr. Susanne Marx-Nowak, Josephine Witzel, Peter Lautz, Teresa Leowald. Foto: Wallrafen
Die Geehrten des Raiffeisen-Markt 8er-Teams U25 Vielseitigkeit: Malou Zoe Tolxdorf, Franziska Schrudde, Katja Nelken, Neil Hoffmann, Dr. Susanne Marx-Nowak, Josephine Witzel, Peter Lautz, Teresa Leowald. Foto: Wallrafen

Nach Beendigung der Lehrstunden wurde es feierlich: Die Zuschauer fanden sich allesamt an der langen Seite der Halle ein, um den folgenden Ehrungen der besten 8er-Team-Mitglieder möglichst aus nächster Nähe beizuwohnen. Die Top 5 aller fünf rheinischen 8er-Teams wurden feierlich auf den blauen Teppich gerufen und nahmen aus den Händen „ihrer“ Sponsoren Ehrenpreise, Pokale und die jeweiligen Ranking-Sieger je eine schicke Schärpe entgegen.

So gratulierten Dr. Susanne Marx-Nowak und Katja Nelken stellvertretend für die Raiffeisen-Märkte im Rheinland den fünf besten U21 Dressurreiterinnen Niwine Berse, Alissa Horz, Clara-Sophie Abeck, Jule Meyer und Zoe Gabriel. Neben der Schärpe und den Pokalen durften sich die besten drei Reiterinnen aus diesem Ranking aber vor allem über die Gelegenheit freuen, Anfang des Jahres zu einem Training bei Isabell Werth eingeladen zu sein.

Im Springen nahmen Franziska Bockhorn, Neil Hoffmann, Antonia Dewes, Jana Hurkens und Victoria von Hammerstein die Glückwünsche der Raiffeisen-Markt-Vertreterinnen entgegen. Und auch hier kommen die besten drei Teilnehmer in den Genuss eines Trainingstages: Sie reiten im Dezember unter den Argusaugen von Berufsreiterchampion Martin Sterzenbach.

Bei den U25-Vielseitigkeitsreitern siegte Neil Hoffmann vor Franziska Schrudde, Josephine Witzel, Teresa Leowald und Malou Zoe Tolxdorf. Neil darf sich nun ebenso wie Franziska und Josie über einen Trainingstag bei seiner Mutter, Landestrainerin Christina Hoffmann, freuen.

Ehrung der Top 5 im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur: Ina Kronsbein, Eva Christin Cronjäger, Michael Schnurbusch, Anja Langenberg, Anna Schnurbusch, Kerstin Lepperhof. Foto: Wallrafen
Ehrung der Top 5 im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur: Ina Kronsbein, Eva Christin Cronjäger, Michael Schnurbusch, Anja Langenberg, Anna Schnurbusch, Kerstin Lepperhof. Foto: Wallrafen

Den erfolgreichsten Ü22-Dressurreitern gratulierten Michael Schnurbusch und seine Tochter Anna, Geschäftsführerin der Easy Exit GmbH in Voerde. Mit der Schärpe wurde hier Anja Langenberg geehrt, die sich gegen Eva Christin Cronjäger, Ann-Kathrin Kleinherbers, Kerstin Lepperhof und Ina Kronsbein im Gesamtranking durchsetzen konnte. Neben der Schärpe durfte sich Anja Langenberg aber auch über den Gewinn einer Easy Exit Ausstiegshilfe für ihren Pferdeanhänger freuen. Anja, Eva Christin, Ann-Kathrin und Kerstin (hier gab es zwei dritte Plätze) kommen außerdem in den Genuss einer Trainingseinheit bei Beatrice Buchwald.

Im Lager der über 22-jährigen Springreiter hatte hingegen Meike Ihrig deutlich die Nase vorn, gefolgt von Ann-Kathrin Kleinherbers, Nadine Oppelt, Julia Kupfer und Anke Wünschmann. Diese fünf Amazonen nahmen Glückwünsche und Preise aus den Händen von Thaddäus Assenmacher entgegen, dessen Tochter Joanna zeitgleich beim CSI in Opglabbeek an den Start ging. Doch Meike, Ann-Kathrin und Nadine werden Joanna persönlich kennenlernen, wenn sie zum Trainingstag auf den Abtshof kommen.

Sonderehrungen gab es außerdem noch für die höchste eingereichte Wertnote – eine unglaubliche 9,3 hatte Franziska Cleven im Sattel von Prinz Charming bei einem Stil-Geländeritt erhalten. Als ältestes 8er-Team-Mitglied kam auch Horst Wittfeld in den Genuss einer besonderen Auszeichnung, ebenso wie Madlin Tillmann als jüngste 8er-Team-Reiterin. Diese beiden werden ebenso wie alle weiteren Geehrten, die bisher noch nicht im Rahmen der 8er-Team-Berichterstattung berücksichtigt wurden, nun noch mit einem kleinen Porträt vorgestellt.

Ranking-Siegerin im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur: Anja Langenberg

Easy Exit Rankingsiegerin Anja Langenberg mit Batida Weissena MR und ihrer Familie. Foto: privat
Easy Exit Rankingsiegerin Anja Langenberg mit Batida Weissena MR und ihrer Familie. Foto: privat

Sechs 8er-Noten in L-Dressuren sammelte in der Saison 2019 auch die Ranking-Siegerin im Easy Exit 8er-Team, Anja Langenberg. Die 38-Jährige vom RFV Blücher Pfalzdorf hatte bei allen Erfolgen ihre Stute Batida Weissena MR gesattelt.

„Batida habe ich 2014 dreijährig direkt vom Züchter gekauft und selbst ausgebildet“, erzählt Anja Langenberg. Vier- und fünfjährig hat sie die Dunkelfuchsstute erfolgreich in Dressurpferdeprüfungen vorgestellt, bevor sowohl Reiterin als auch Pferd im Jahr 2017 eine Babypause eingelegt haben. „Batida hat ein Stutfohlen bekommen und ich meinen Sohn. 2018 sind wir dann gemeinsam wieder ins Turniergeschehen eingestiegen.“

In diesem Jahr ist das Paar dann hauptsächlich in L- und M*-Dressuren gestartet. „Allerdings klappt der fliegende Wechsel noch nicht hundertprozentig gut, daran wollen wir im Winter vermehrt arbeiten.“ Dennoch hat es für das Paar auch in der mittelschweren Klasse schon für einige vordere Platzierungen gereicht. Für die kommende Saison peilt die Reiterin auch erste Starts in der Klasse M** und vielleicht sogar in der Klasse S an.

Meistens sind Anja Langenberg und ihre Bordeaux-Stute alleine auf Turnieren anzutreffen. „Batida ist sehr lieb und war schon dreijährig super händelbar. Daher brauche ich in der Regel keinen TT. Auch wenn sie leider sehr guckig ist und sie sich damit manchmal selbst im Weg steht. Aber auch daran arbeiten wir“, erklärt die Rankingsiegerin. Unterstützt wird sie dabei von Adolf Vogt, der auch als Landestrainer für die rheinischen Ponydressurreiter im Einsatz ist. Das 8er-Team kannte Anja Langenberg bereits aus anderen Landesverbänden. „Ich finde das eine sehr schöne Idee und hab mich gefreut, dass es das 8er-Team bei uns jetzt auch gibt!“

Platz drei im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur für Kerstin Lepperhof

Kerstin Lepperhof und Symphonie, erfolgreich im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur. Foto: privat
Kerstin Lepperhof und Symphonie, erfolgreich im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur. Foto: privat

Fünf 8er-Noten in Dressurprüfungen der Klasse A* bis L* haben Kerstin Lepperhof (RFV St. Georg Haldern) und Symphonie K in der Saison 2019 erritten. Seit fünf Jahren sind die beiden ein Paar – und sehr erfolgreich auf Turnieren unterwegs. „Ich habe Symphonie gekauft als sie fünfjährig war, da war sie Dressurpferde-A platziert. In den letzten Jahren konnten wir diverse Erfolge in A- und L-Dressuren auf Trense verbuchen. Dabei wurde so mancher Ritt mit einer 8er-Note bewertet“, berichtet die 54-Jährige. Über ihre vierbeinige Partnerin sagt sie: „Symphonie kann im Stall eine typische Stute sein. Aber unter dem Sattel ist sie ganz anders. Da ist es wirklich so: draufsetzen, losreiten und wohlfühlen! Sie macht echt immer einen tollen Job.“

Mit der rheinischen Schumacher-Tochter hat Kerstin Lepperhof in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Trainern geritten, unter anderem bei Melanie Lehmkuhl. Aktuell wird sie vor allem von Helmi Abeck unterstützt. In der kommenden Saison möchte Kerstin Lepperhof ihre Stute auch auf Kandare auf dem Turnier vorstellen. Um den Sprung in die Kandarenprüfungen erfolgreich zu meistern, wird ihr sicher auch das gewonnene Training bei Beatrice Buchwald nützlichen Input liefern. Als punktbeste Teilnehmerin des PEMAG – Ü40-Cups 2019 kommen Kerstin Lepperhof und Symphonie außerdem in den Genuss bei Regine Mispelkamp trainieren zu dürfen. Übrigens: Beim Cup-Finale Mitte Oktober hat das Erfolgsduo Lepperhof/Symphonie bereits die erste 8er-Note für die Saison 2020 erritten. Von der Idee des 8er-Teams ist die Reiterin jedenfalls überzeugt: „Das ist wirklich toll, dass auch Reiter der Klassen E bis M so die Anerkennung bekommen können, die sie verdienen.“

Fünfte im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur: Ina Kronsbein

Ina Kronsbein hat mit Requiebro Merino ihr Traumpferd gefunden. Gemeinsam erzielte das Paar in der vergangenen Saison viele vordere Platzierungen – und landete damit auf Platz fünf im Gesamtranking vom Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur. Foto: privat
Ina Kronsbein hat mit Requiebro Merino ihr Traumpferd gefunden. Sie beendete ihre Saison auf Platz fünf im Gesamtranking vom Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur. Foto: privat

Vier 8er-Noten in Dressurreiter- und Dressurprüfungen der Klasse A* und A** konnten Ina Kronsbein und ihr PRE Requiebro Merino in der vergangenen Saison sammeln. Die 32-Jährige, die für den RFV Ziethen startet, hat mit Merino ihr absolutes Traumpferd gefunden. „Obwohl ich es beim Kauf genauso gemacht habe, wie man es nicht machen sollte“, erinnert sich Ina Kronsbein. Denn gekauft hat sie Merino letztlich quasi „blind“ nach Videos und Bildern. „Er ist in Spanien geboren, aufgewachsen und kurz vor dem Kauf angeritten worden. Das war sicher ein recht hohes Risiko, aber es ist zum Glück alles gut gegangen. Merino ist mein Traumpferd und ein echter Schmusebär.“ Dass der Schimmel nur Schritt, Trab und Galopp außen rumgehen konnte, als sie ihn im Mai 2017 kaufte, war dabei kein Problem. „Dank seiner schnellen Auffassungsgabe und seinem Spaß an unserer abwechslungsreichen Ausbildung und der Hilfe meiner Trainerin Britta Schöffmann konnten wir diesen kleinen Rohdiamanten schleifen.“ Schon ein Jahr nach dem Kauf wurde der erste gemeinsame Turnierstart auf Anhieb mit einer A-Platzierung belohnt. In der Saison 2019 startete das Paar dann richtig durch, denn Ina Kronsbein und Merino sicherten sich nicht nur vier 8er-Noten, sondern auch mehrere Siege in A*- und A**-Dressuren sowie etliche Platzierungen. „Bis auf einmal sind wir nie ohne eine Top-Platzierung nach Hause gefahren“, freut sich die Reiterin. „Und dass uns unsere 8er-Noten auf einen tollen fünften Platz im Gesamtranking des 8er-Teams gebracht haben, ist nochmal ein besonderes Bonbon. Das Konzept des 8er-Teams finde ich klasse, denn so wird gutes Reiten belohnt!“ Im Winter trainieren Ina und Merino nun für den Sprung in die Klasse L, der in der kommenden Saison dann praktisch umgesetzt werden soll.

Platz zwei im Raiffeisen-Markt U21 8er-Team Dressur: Alissa Horz

Alissa Horz und Elano trabten in der Saison 2019 von Schleife zu Schleife – und auf Platz zwei im finalen Ranking des Raiffeisen-Markt 8er-Teams U21 Dressur. Foto: privat
Alissa Horz und Elano trabten in der Saison 2019 von Schleife zu Schleife – und auf Platz zwei im finalen Ranking des Raiffeisen-Markt 8er-Teams U21 Dressur. Foto: privat

Sechs 8er-Noten sind in der Saison 2019 auf das Konto von Alissa Horz (RFV Graf von Schmettow Weeze) gegangen. Die 17-Jährige konnte mit dem KWPN-Wallach Elano Wertnoten bis 8,5 in L-Dressuren erzielen. „Elano wird mir von einer lieben Freundin zur Verfügung gestellt“, erklärt Alissa. „Ich reite ihn seit Juli 2018 und konnte mit ihm mittlerweile sogar schon in Dressurreiterprüfungen der Klasse M Erfolge erzielen.“ Nachdem das Paar 2018 noch die Bronzemedaille bei den Klever Kreismeisterschaften in der A-Tour gewinnen konnte, bekam Alissa auch in diesem Jahr wieder die bronzene Medaille umgehängt – diesmal jedoch in der M-Tour! „Elano ist mit 1,78 m Stockmaß ziemlich groß, aber auch etwas ängstlich. Beim Reiten ist er immer motiviert – manchmal schon etwas übermotiviert. Er ist in der Regel sehr zuverlässig, auch wenn er nicht immer einfach ist“, beschreibt die Reiterin ihren Erfolgspartner.

Zurzeit trainiert sie mit Elano bei Dietmar Hax, von 2016 bis 2018 hieß ihre Trainerin Anna-Christina Abbelen. Bis 2017 gehörten außerdem auch Jana Freund, Janine Drissen und Josef Wilbers zu ihren Trainern. Denn Alissa Horz sattelte von 2013 an vier Jahre lang regelmäßig die Ponys vom Ferienhof Stücker in Weeze. In dieser Zeit galoppierte sie unter anderem mit Hengsten wie FS Dorian Gray und FS Coconut Dream zu Medaillen beim Bundeschampionat.

Aber auch mit ihrem eigenen Pony Carino war sie hocherfolgreich unterwegs: Mit ihm konnte sie 2016 Bronze beim Bundesnachwuchschampionat sowie zwei Kreismeistertitel auf L-Niveau gewinnen. Der Umstieg aufs Großpferd gelang 2018 nahtlos, als sie unter anderem im Sattel von Serizzo G Bronze beim Rheinischen Nachwuchschampionat der Dressurjunioren holte.

Sowohl im Sattel der FS-Ponys als auch mit Carino wurde Alissa Horz dabei schon in der Vergangenheit häufig mit 8er-Noten bedacht. Umso mehr freut sie sich, dass es das 8er-Team nun auch im Rheinland gibt. „Die Idee ist mega gut! Nur das Ranking von E bis M finde ich so nicht hundertprozentig vergleichbar.“ Unabhängig davon freut sie sich natürlich riesig über ihren zweiten Platz in der Gesamtwertung – und auf das Training bei Dressurqueen Isabell Werth. Beim Finale des Reisebüro Horn-Cup 2019 hat Alissa außerdem eine Unterrichtseinheit bei Sönke Rothenberger gewonnen, sie kommt also gleich zweimal in den Genuss, bei Olympioniken reiten zu dürfen. Mit den sicher wertvollen Tipps, die sie hier bekommen wird, kommt sie vielleicht auch ihrem Saisonziel für 2020 schon ein Stück näher: „Nächstes Jahr möchte ich mit Elano in der Klasse M** starten und vielleicht sogar die erste S reiten. Mit meinem eigenen Pferd Dressed for Success hoffe ich außerdem wieder erfolgreich in M starten zu können.“

Platz fünf im Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Dressur für Zoe Gabriel

Zoe Gabriel erzielte gleich mit zwei Pferden 8er-Noten. Sowohl Mirza (im Bild) als auch Campari kommen aus der Zucht und dem Besitz von Gerda Rögels. Foto: privat
Zoe Gabriel erzielte gleich mit zwei Pferden 8er-Noten. Sowohl Mirza (im Bild) als auch Campari kommen aus der Zucht und dem Besitz von Gerda Rögels. Foto: privat

Mit zwei Pferden sammelte Zoe Gabriel in der vergangenen Saison 8er-Noten: Dreimal knackte sie die 8 im Sattel von Campari, zweimal mit Forever Mirza MR. Beide Pferde kommen aus der Zucht und dem Besitz von Gerda Rögels, die mit ihrem Team auch den Showabend der 8er-Team-Abschlussveranstaltung bereichert hat. „Ich reite Campari und Mirza seit etwa zwei Jahren“, erzählt Zoe Gabriel. Insgesamt sitzt die Reiterin vom RFV Tönisberg-Schaephuysen seit etwa zehn Jahren im Sattel, vorher war sie als Voltigiererin im Pferdesport aktiv.

Die 8er-Noten gab es für die 17-Jährige in E- und A-Dressuren. „Ich habe in den letzten beiden Saisons 13 Turniere geritten und konnte dabei 14 goldene Schleifen in E und A holen“, verrät die Amazone zu Recht mit Stolz. Im Sattel des siebenjährigen Campari gehörte sie in diesem Jahr in Bedburg-Hau zur siegreichen Mannschaft bei der Kreismeisterschaft auf A-Niveau, außerdem konnte sie den Nachwuchs-Cup in der Klasse E mit ihm für sich entscheiden.

„Campari ist total verschmust, ehrgeizig und fleißig“, schwärmt Zoe von dem Pony. „Mirza hingegen ist eine kleine Diva, ein richtiges Mädchen eben. Aber auch sie ist immer lieb dabei.“ Trainiert wird Zoe mit den beiden Ponys von deren Züchterin und Besitzerin Gerda Rögels. „In der kommenden Saison möchte ich mich mit beiden Ponys auch im A** Bereich festigen.“ Und auch dann hofft sie natürlich, wieder ins 8er-Team zu kommen. Eine Seltenheit waren 8er-Noten in der Vergangenheit jedenfalls nicht. „Die Idee des 8er-Teams finde ich super. Noch besser fände ich es aber, wenn man die Anzahl der errittenen 8er-Noten mit der Anzahl der gestarteten Prüfungen in Relation setzen könnte.“

Sonderehrung für Horst Wittfeld als ältestes 8er-Team-Mitglied

Horst Wittfeld wurde als ältestes 8er-Team-Mitglied gesondert geehrt. Im Sattel seines „Tassi“ ritt er ins Casting Horses 8er-Team Ü22 Springen. Foto: privat
Horst Wittfeld wurde als ältestes 8er-Team-Mitglied gesondert geehrt. Im Sattel seines „Tassi“ ritt er ins Casting Horses 8er-Team Ü22 Springen. Foto: privat

„Kurz vor der 70“ steht Horst Wittfeld – und meint seinen runden Geburtstag Ende November. Damit ist der Krefelder das älteste 8er-Team-Mitglied im Rheinland 2019. Denn der selbstständige Stahlhändler reitet fast täglich – und ist entsprechend fit. Auch auf Turnieren ist Horst Wittfeld regelmäßig im Parcours am Start. Mit Tassimo’s Pet und Summerdream mischt er dabei nicht nur auf nationalen Turnieren in Hunter-, Stil- und normalen Springprüfungen vorne mit, sondern kann sogar auf internationale Erfolge im Rahmen der AJA (International Association of Jumping riding Ambassadors) – Tour blicken.

Schon im vergangenen Jahr galoppierte Wittfeld, der für die Reiterfreunde Luisenhof startet, mit „Tassi“ zu zwei 8er-Noten. Und auch in diesem Jahr knackte das Paar die „magische 8“ in einer 95er-Hunterprüfung. Zu den größten Erfolgen der Beiden zählt unter anderem der Gesamtsieg bei der Niederrhein Huntertour im vergangenen Jahr. 2019 schlossen „Tassi“ und sein Reiter diese Tour auf Platz fünf ab. Seit drei Jahren steht der nun neunjährige Braune in Wittfelds Besitz. „Auf Tassi ist unheimlich Verlass, in Stilprüfungen gibt er mit seinen Reitern stets ein gutes Bild ab“, so Horst Wittfeld. „Aber im Umgang mit den Stangen ist er manchmal etwas nachlässig.“

Tassimo’s Pet ist ein Sohn des Vollblüters Tipsy’s Pet xx. Und er erinnert seinen Besitzer stark an sein erstes eigenes Pferd: „1994 habe ich mit Königsdrachen mein erstes eigenes Pferd gekauft, ein aktives Rennpferd. Er war eigentlich in allem genau wie Tassi.“ Bis zum Jahr 2015 war Horst Wittfeld nämlich im Galopprennsport aktiv: Als Besitzer von Rennpferden sowie als Züchter. „Damals habe ich viele Reisen zu internationalen Rennbahnen unternommen, war eine schöne Zeit.“

Die Verbindung zum Galopprennsport lag dabei schon in seinen reiterlichen Wurzeln, denn Horst Wittfeld begann 1957 in der „legendären“ Goethestraße in Krefeld sowie auf der Krefelder Galopprennbahn mit dem Reiten. Er selbst orientierte sich damals aber zunächst Richtung Vielseitigkeitsreiterei und nahm ab 1962 unter anderem regelmäßig an Landesturnieren teil. „Von 1975 bis 94 habe ich meine eigene Reiterei dann erstmal hintenangestellt. Dafür war ich in diesen Jahren sehr aktiv in der Turnierorganisation“, erzählt Horst Wittfeld, der sich nach der anschließenden „Rennsport-Episode“ nun seit 2016 vor allem dem Springsport verschrieben hat.

Für die guten Leistungen trainiert wurde er 2017 und 2018 von Reitmeister Karl-Heinz Giebmanns. Für die Zukunft wünscht Horst Wittfeld sich vor allem eins: „Dass meine Pferde und ich gesund bleiben.“ Sowohl mit Tassi als auch mit Schimmelstute Summerdream möchte er außerdem weiterhin Turniere reiten – inklusive Hunter- und AJA-Tour. „Natürlich werden wir auch wieder versuchen ins 8er-Team zu kommen. Diese Initiative ist gerade im Springen ein guter Anreiz, zu stilistisch sauberen Ritten zu kommen – eine tolle Sache!“

Sonderehrung für Madlin Tillmann als jüngste Teilnehmerin

Madlin Tillmann und ihr „Krönchen“ gehören dem Raiffeisen Markt 8er-Team U21 Dressur an. Mit ihren zehn Jahren war Madlin das jüngste 8er-Team-Mitglied des Jahres 2019. Foto: privat
Madlin Tillmann und ihr „Krönchen“ gehören dem Raiffeisen Markt 8er-Team U21 Dressur an. Mit ihren zehn Jahren war Madlin das jüngste 8er-Team-Mitglied des Jahres 2019. Foto: privat

Gerade mal neun Jahre alt ist das jüngste rheinische 8er-Teammitglied 2019, Madlin Tillmann. Mit ihrem Pony Dschungelkoenig, genannt Krönchen, trabte sie in einer E-Dressur zu einer 8,0. „Krönchen ist erst sechs Jahre alt, aber ich reite ihn mit Hilfe meiner Tante Lina Claren schon seit zwei Jahren“, berichtet Madlin. Dabei kennt die junge Reiterin das Pony bereits seit dessen Geburt. Denn Krönchen erblickte das Licht der Welt auf dem Zuchthof Claren in Pulheim. „Das ist der Betrieb meines Opas Peter Josef Claren“, erklärt die junge Amazone. Dschungelkoenig ist übrigens ein Enkel des EM-erfolgreichen Diddi Keeps Cool, der ebenfalls von Familie Claren gezogen wurde. „Zum Glück hat der Familienrat beschlossen, dass Krönchen erstmal für mich bleiben darf.“ Denn in der Regel werden die von Familie Claren gezogenen Pferde und Ponys ausgebildet und dann verkauft.

„Krönchen ist ein richtiger Schatz, man kann sich immer zu 100 Prozent auf ihn verlassen. Egal ob zuhause im Training, beim Turnier oder im Gelände beim Ausreiten“, freut sich Madlin Tillmann, die ihr Pony außerdem als „sehr gemütlich im Umgang“ und „immer ein bisschen zu dick“ beschreibt.

Doch nicht nur über den Betrieb von „Opa Claren“ wurde Madlin die Liebe zu Pferden sprichwörtlich in die Wiege gelegt. „Ponys und Pferde gehören auch zuhause in Grevenbroich-Neukirchen schon immer zu meinem Leben. Denn mein anderer Opa, Friedhelm Tillmann, hat auch einen Pferdebetrieb“, verrät die Nachwuchsreiterin lachend. Während in Pulheim Vierbeiner fürs Viereck gezüchtet werden, sind in Grevenbroich vor allem Springpferde zuhause. So verwundert es nicht, dass Madlin im Parcours schon bis zur Klasse A* siegreich war. „Ich reite gerne Springen, aber noch viel lieber reite ich Dressur“, betont sie. „Selbst beim Hamburger Derby, wenn alle meinem Vater und meinem Onkel sowie dessen Mitstreitern im Parcours zuschauen, findet man mich auch gerne mal am Dressurviereck.“ Sie selbst war in diesem Jahr erstmals in der Klasse E im Viereck unterwegs – und konnte hier bereits einige Siege und Platzierungen erreiten. „Über den Winter trainiere ich fleißig weiter mit Krönchen und meiner Tante Lina, um nächstes Jahr dann die ersten A-Dressuren reiten zu können.“ Das dafür benötigte Reitabzeichen hat sie bereits seit Ende 2018 in der Tasche. Am 8er-Team findet Madlin sowohl die soziale Komponente toll als auch die Aussicht auf tolle Trainingsmöglichkeiten. „Ich höre und lese gerne Neuigkeiten von den Teammitgliedern. Außerdem finde ich es klasse, dass man Trainings bei erfolgreichen Reitern gewinnen kann.“

Rasanz und Eleganz zum Abschluss

Das Ponyshowteam NRW sorgte für beste Stimmung. Foto: Wallrafen
Das Ponyshowteam NRW sorgte für beste Stimmung. Foto: Wallrafen

Zum Schluss des 8er-Team-Finaltages gab es ein buntes Showprogramm, präsentiert von der weiss-legal Rechtsanwaltskanzlei. Eröffnet wurde dieses von den Deutschen Quadrillenmeistern des RSV St. Hubertus Wesel Obrighoven. Unter der Leitung von Helmi Abeck zeigten die Weseler eine hochanspruchsvolle 8er-Quadrille, deren musikalische Untermalung zum Mitklatschen einlud. Rasant wurde es im Anschluss beim Auftritt des Ponyshowteams NRW. Die acht Pony-Reiter-Paare faszinierten das Publikum mit einer perfekt aufeinander abgestimmten Springquadrille. Ruhiger, aber keineswegs langweiliger wurde es anschließend bei „Schneewittchen zu Pferde“. Gerda Rögels und ihrem Team ist es gelungen, das Märchen der Gebrüder Grimm einfühlsam und witzig in die Reithalle zu bringen. Als finales Highlight sorgten Miriam Becher und Nadine Kühn für Gänsehaut: Die Dressurreiterin zauberte zum Live-Gesang der Sängerin eine fetzige Kür in den Sand.

Gewinner, Gewinner

Die Gewinner der Tombola-Preise strahlen in die Kamera. Foto: Wallrafen
Die Gewinner der Tombola-Preise strahlen in die Kamera. Foto: Wallrafen

Neben den Ranking-Siegern der 8er-Teams wurden auch die Gewinner der Hauptpreise ins Rampenlicht gerufen. Die besten sieben der insgesamt über 500 Tombola-Preise gingen durchweg an Nachwuchsreiterinnen. So kommt Georgina Kraft in den Genuss einer Easy Exit Ausstiegshilfe für ihren Pferdeanhänger, Dana Homann durfte direkt eine Runde mit ihrem neuen Pegasus Solero Fahrrad drehen, welches von der ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft gesponsert worden war, und Ramona Salewski freute sich über einen Reisegutschein vom Mondial Reisebüro über eine Wien-Reise für zwei Personen. Exklusive Fotoshootings erwartet Emma Verhaßelt und Mia Albers, erstere wird von Mirka Nilkens in Szene gesetzt werden, letztere von TOMsPic. Einen nigelnagelneuen Casco Reithelm Champ nahm Marie Schwarz mit nach Hause, während Alissa Horz nun einen Trensenzaum „Beverly“ der Firma Kieffer ihr Eigen nennen darf.

Meike Jakobi

 


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