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31.07.2019 | 8er-Team Neuigkeiten

8er-Team Top-Scorer im August

Stilistisch sauberes, korrektes und pferdefreundliches Reiten zu belohnen, das ist das Ziel des 8er-Teams, welches es 2019 endlich auch im Rheinland gibt! Trotz der noch jungen Saison – für die Anmeldung zählen alle seit dem 1. Oktober 2018 errittenen 8er-Noten (genaue Teilnahmebedingungen gibt es hier) – konnten bereits einige Mitglieder im 8er-Team begrüßt werden. RRP stellt jeden Monat einige Top-Scorer vor!

Raiffeisen Markt 8er-Team U25 Vielseitigkeit und U21 Springen

Sowohl dem Raiffeisen Markt 8er-Team Vielseitigkeit als auch dem U21-Springteam gehört Antonia Dewes an. Die Nachwuchsreiterin vom Krefelder RFV, die Mitte August ihren zwölften Geburtstag feiert, ist schon geritten bevor sie laufen konnte. „Schon im Bauch ist sie mitgeritten, als ich mit ihr schwanger war“, erzählt Antonias Mutter Monika lachend. Und kaum war die Tochter geboren, ging es mit ihr natürlich auch wieder ab in den Reitstall. Dabei machte Antonia schon als ganz kleines Kind deutlich, für welche Disziplin ihr Herz mal schlagen würde: „Kaum konnte sie sprechen rief sie, sobald sie auf dem Pony saß, nur noch: Mama, über die Stange!“ So verwunderte es die Familie wenig, dass Antonia eine besondere Vorliebe für das Springen entwickelte.

Antonia Dewes gehört dank ihrer Erfolge im Sattel von Dolly Deluxe sowohl dem Raiffeisen-Markt-8er-Team Vielseitigkeit als auch dem U21-Springteam an. Foto: Privat
Antonia Dewes gehört dank ihrer Erfolge sowohl dem Raiffeisen-Markt-8er-Team Vielseitigkeit als auch dem U21-Springteam an. Foto: Privat

Vor sechs Jahren trat die westfälische Domingo-Tochter Dolly Deluxe in Antonias Leben. Mit der Reitponystute wuchs Antonia gemeinsam in den Turniersport hinein. Seit drei Jahren startet das Paar nunmehr erfolgreich in LPO-Prüfungen und konnte hier bereits des Öfteren 8er-Noten im Springen und im Gelände verbuchen. „Vielseitigkeit reite ich aber erst seit etwas mehr als einem Jahr“, berichtet Antonia. „Nachdem ich letztes Jahr im Frühjahr zwei Schnupper-Lehrgänge mitgemacht hatte, hat mich das ‚Buschfieber‘ gepackt.“ Dass der Einstieg in diese Sparte der Reiterei dann aber gleich so erfolgreich verlaufen würde, das hätte wohl niemand gedacht. Auf Anhieb wurden Antonia und Dolly, die 2017 den Nachbarschulte-Pony-Cup gewinnen konnten, Gesamtwertungsbeste im Schneppenheim-Förder-Cup für Nachwuchsvielseitigkeitsreiter. Mit dem Team Rheinland durften sie außerdem bereits 2018 zur Goldenen Schärpe der Ponyreiter fahren.

„Eigentlich sollten wir dort an der Nachwuchsschärpe teilnehmen. Erst kurz vor knapp fiel auf, dass das mit Antonias Leistungsklasse gar nicht ging. So durften wir in der E-Vielseitigkeit im Rahmen der Goldenen Schärpe starten. Das kam aber natürlich eigentlich noch viel zu früh, Antonia hatte da ja gerade erst mit der Vielseitigkeit angefangen“, erzählt Monika Dewes. Doch mittlerweile können Antonia und Dolly bereits auf erste Platzierungen in E-Stil-Geländeritten blicken – und das direkt mit 8er-Noten. Und auch in diesem Jahr gehörte das Duo zum rheinischen Team bei der Goldenen Schärpe.

Antonia Dewes und Dolly Deluxe sind ein echtes Dreamteam. Foto: Privat
Antonia Dewes und Dolly Deluxe sind ein echtes Dreamteam. Foto: Privat

Im Parcours konnten Antonia und Dolly ebenfalls 8er-Noten aus E-Stilspringen einreichen. Mit ihrem zweiten Pony Fine Vicky ist die Nachwuchsreiterin im Springen außerdem bereits bis zur Klasse A** platziert. „Vicky habe ich jetzt ungefähr eineinhalb Jahre. Sie ist nur 1,40 m groß und wird deswegen oft unterschätzt, aber sie hat wirklich Qualität“, erklärt Antonia. Vicky ist eine achtjährige rheinische For next Generation-Tochter, die die Familie gekauft hat, kurz bevor Antonia ihr Herz für die Vielseitigkeit entdeckt hat. „Fürs Geländereiten ist Vicky leider zu vorsichtig, aber mit ihr möchte ich mich im Parcours auf A**-Niveau etablieren. Mit Dolly konzentriere ich mich dagegen nun vermehrt auf die Vielseitigkeit.“

Auch im Sattel von Fine Vicky hat Antonia Dewes bisher eine glänzende Saison hingelegt. Neben 8er-Noten konnte sie mit ihr auch den Krefelder Stadtmeistertitel im Springen in der Klasse A erreiten. Für gute Runden im Parcours trainiert Antonia Dewes mit Dirk Jerke, während sie in der Dressur von ihrer Mutter unterstützt wird. In punkto Geländereiten stehen regelmäßig Lehrgänge bei der Landesponytrainerin Christina Hoffmann auf dem Programm.

„Dolly und Vicky sind eigentlich immer freundlich und gut gelaunt. Dolly ist dabei so ein richtig typisches Pony: sie frisst unheimlich gerne und ist eher gemütlich von ihrem Wesen her. Vicky hingegen ist immer fleißig, beim Reiten aber manchmal eine kleine Diva“, verrät Antonia. „Beide Ponys sind ordentlich, aber eben keine ‚Porsche‘. Umso mehr freut es uns, dass unser Fleiß und die gute Grundausbildung von Reiterin und Ponys nun mit der Mitgliedschaft im 8er-Team auch öffentlich honoriert wird. Die Aufnahme in das 8er-Team ist eine Belohnung für gutes Reiten, wer würde sich darüber nicht freuen“, betont Monika Dewes, die außerdem ergänzt: „Wir freuen uns jetzt schon sehr darauf, die anderen 8er-Team-Reiter im November persönlich zu treffen. Den einen oder anderen hat man auf dem Turnier schon mal getroffen, manche kennt man nur vom Namen her und andere noch gar nicht. Aber das 8er-Team verbindet auf jeden Fall – und trägt dazu bei, über den Tellerrand auch nach den anderen Disziplinen zu schauen!“

Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Dressur

Sie ist erst zehn Jahre alt, mischt aber schon ganz vorne mit im Raiffeisen Markt 8er-Team U21 Dressur. Die Rede ist von Jule Meyer. Mit ihrem Pony Janosch, genannt Joschi, konnte sie bereits mehrere 8er-Noten in E-Dressuren erreichen. Und das obwohl Reiterin und Pony erst seit einigen Monaten ein Paar sind. „Joschi ist nicht nur super schön, sondern auch ein richtiger Lehrmeister“, schwärmt die junge Reiterin von ihrem elfjährigen Schimmel, der bis zur Klasse L** ausgebildet ist.

Jule sitzt schon regelmäßig im Sattel seit sie sechs Jahre alt war. Doch in den ersten Jahren stand das Hobby Reiten stets hinter dem Schwimmen zurück. „Erst letztes Jahr im Dezember hat sich der Schwerpunkt zugunsten des Reitens verschoben“, erinnert sich Jules Mutter Annette Meyer. „Bis dato hatte sie mit ihrem jetzt 23-jährigen Pony-Opa Champ lediglich an Reiterprüfungen teilgenommen. Als sie definitiv mehr wollte, haben wir beschlossen, für die sportliche Karriere ein jüngeres Pony zu kaufen.“

Jule Meyer und ihr „Joschi“ sind hocherfolgreich in E-Dressuren unterwegs. Foto: Judith Gebel
Jule Meyer und ihr „Joschi“ sind hocherfolgreich in E-Dressuren unterwegs. Foto: Judith Gebel

Mit Joschi war es dann Liebe auf den ersten Blick – und zwar nicht nur bei Jule selbst, sondern auch bei ihrer Trainerin Claudia Krause Joeres und bei ihren Eltern. „Joschi ist absolut bezaubernd, man muss ihn einfach lieben“, schwärmt Annette Meyer. „Daher stand beim Ausprobieren schon nach drei Runden Reiten fest, dass er unser neues Familienmitglied wird.“ Schnell fand der Wallach, der oftmals ein kleines Sensibelchen ist und fremde Menschen eigentlich nicht so mag, Vertrauen in seine neue Familie: „Auch wenn er wechselnde Bodenbeläge und Wasser unheimlich findet – mit Jule geht er im Training und auf Turnieren durch dick und dünn!“

Schon den ersten gemeinsamen Turnierstart konnte das Dreamteam in einen Sieg verwandeln – zunächst noch in einem Dressurreiterwettbewerb. Doch auch die folgenden E-Dressuren bestritten sie auf Anhieb hocherfolgreich und siegten mehrfach mit 8er-Noten. „Das Highlight war bisher die E-Kür in Krefeld-Hüls, die konnten wir mit unserer Dschungelbuch-Kür mit einer 8,8 sowohl in der A- als auch in der B-Note gewinnen“, erzählt Jule begeistert.

Neben Jules Mama und ihrer Trainerin gehört auch ihr Opa zu ihren wichtigsten Unterstützern. „Von ihm habe ich schon sehr viel gelernt. Außerdem ist er mein größter Fan. Und ohne ihn wäre das alles undenkbar, er fährt mich fast zu jedem Turnier und lässt sich keinen Start entgehen“, freut sich Jule über den Rückhalt, den sie von ihrem Großvater erfährt.

Für den weiteren Verlauf der Saison hat Jule sich vorgenommen, das Reitabzeichen abzulegen, um erste Starts in A-Dressuren absolvieren zu können. „Außerdem möchte ich gerne am Ende der Saison in den Top Ten der Gesamtwertung des 8er-Teams U21 Dressur stehen, das wäre fantastisch. Das 8er-Team ist super cool und ein echter Ansporn, noch bessere Leistungen zu erbringen. Besonders freut mich natürlich, dass man schon ab der Klasse E mitmachen kann. So können auch jüngere Reiter am Anfang ihrer Karriere in den Genuss von Anerkennung und Förderung kommen. Richtig klasse!“ Langfristig träumt Jule davon, es einmal in den Ponykader zu schaffen. „Aber das ist natürlich noch ziemlich weit weg. Erstmal ist es wichtig, dass Kind und Pony gesund bleiben und viele schöne Stunden miteinander verbringen können – denn der Spaß und die Freude am Pferdesport sind doch das Wichtigste“, bringt es Annette Meyer auf den Punkt.

 

Casting Horses 8er-Team Ü22 Springen by Assenmacher

Stolze 14 Jahre sind Karolin Exner und ihre Lovely schon ein Team. Dabei saß Karolin zunächst lediglich als Reiterin in Lovelys Sattel. „Lovely gehörte damals einer Stallkollegin, die allerdings nicht so gut mit ihr zurechtkam. Damals stand sie nämlich gerne mal auf zwei Beinen. Was rückblickend gesehen wohl mein Glück war, sonst hätten wir nie zusammengefunden“, erinnert sich die Reiterin. „Schließlich klappte es so gut mit uns, dass die damalige Besitzerin mich fragte, ob ich Lovely auch mal mit zum Turnier nehmen möchte. Das hab ich dann gemacht und wir konnten uns schnell von der Klasse A bis zu ersten Starts in der schweren Klasse vorarbeiten.“ Entsprechend glücklich waren Reiterin und Besitzerin mit der braunen Stute und der Situation.

„Aber dann kam das große Drama“, weiß Karolin Exner noch wie heute. „Das Unternehmen der Besitzerin musste Insolvenz anmelden – und Lovely stand infolgedessen plötzlich zum Verkauf! Entsprechend der Platzierungen natürlich auch zu einem angemessen hohen Preis. Für mich ging eine Welt unter. Ich habe nur noch geweint, wollte nicht mehr aus dem Bett aufstehen, hab in der Schule nachgelassen…“ Ein Zustand, den Karolins Eltern nicht tatenlos mit ansehen konnten und wollten. Kurzerhand setzten sie sich mit der Besitzerin zusammen und konnten Lovely nach einigen Verhandlungen schließlich für ihre Tochter kaufen. „Damit wurde für mich ein absoluter Traum wahr. Ein Pferd wie Lovely werde ich nur einmal in meinem Leben haben, das ist klar. Ich bin unendlich dankbar für sie!“

Karolin Exner und Lovely. Foto: Franz Wischnewski
Karolin Exner und Lovely. Foto: Franz Wischnewski

Mit ihren 1,60 m Stockmaß ist Lovely eine richtige kleine Kämpferin. „Egal ob dicht oder groß, sie springt für mich immer los. Man kann mit ihr nicht nur wunderschöne Stilrunden wie zum Beispiel in Burscheid, wo wir eine 8,8 im M-Stilspringen bekommen haben, drehen, sondern sie ist auch extrem wendig und schnell, wenn es drauf ankommt.“ Die höchste gemeinsame Platzierung hat das Paar in einem S**-Springen erzielt. „Und das obwohl Lovely in dieser Klasse fast so groß ist wie die Hindernisse selbst“, lacht Karolin Exner, die die braune Lancer II-Tochter am Ende dieser Saison in Rente schicken wird. „Sie ist mit ihren 19 Jahren zwar noch super fit, aber irgendwann muss es einfach gut sein. Sie hat schon so wahnsinnig viel für mich geleistet, da muss man wissen, wann man aufhören muss.“

Unter anderem waren Karolin Exner und Lovely im Kader der Jungen Reiter und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2010 in der Aachener Soers am Start. Sowohl 2017 als auch 2018 konnte sich die jetzt 29-jährige Reiterin mit ihrer Stute für die Deutschen Amateurmeisterschaften qualifizieren. 2017 gingen sie darüber hinaus in der Spooks Amateur Trophy beim Hamburger Derby erfolgreich an den Start. Und auch in der aktuellen Saison – und damit in Lovelys letzter – hat das Paar schon fast alle selbst gesetzten Saisonziele erreicht: „Wir sind bereits für das rheinische FAB-Finale in Lindlar auf M-Basis qualifiziert und wurden für das Landesfinale in Viersen nominiert. Bei den Eschweiler Masters konnten wir außerdem internationale Schleifen über 1,30 m Parcours sammeln.“

Für die Zukunft hat Karolin Exner dennoch einen Traum: „Wenn Lovely im sportlichen Ruhestand ist, hätte ich super gerne einen Nachkommen aus ihr! Sie hatte 13-jährig bereits ein Fohlen, daher hoffe ich, dass das klappt.“

Über die Etablierung des 8er-Teams im Rheinland hat Karolin sich sehr gefreut: „Gutes Reiten ist eine Grundvoraussetzung, um auch in den höheren Klassen erfolgreich zu sein. Denn da muss die Feinabstimmung zwischen Pferd und Reiter einfach stimmen. Und genau diesen Weg unterstützt das 8er-Team – damit liegt es voll im Trend!“ 

 

Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur

Zum 8er-Team Ü22 Dressur gehört Giulia Wittig. Die Lehramtsstudentin aus Köln reitet schon, so lange sie denken kann. „Den ersten Reitunterricht hatte ich dann im Alter von fünf Jahren auf der super geduldigen Stute meiner Mutter“, erinnert sich die 23-Jährige. Das erste eigene Pony bekam Giulia schließlich im Alter von zwölf Jahren. „Mit David war ich von der E- bis zur L-Dressur erfolgreich und mit ihm hab ich auch schon die eine oder andere 8er-Note erritten.“

Giulia Wittig und Dantino, genannt Tino, sind seit einem Jahr ein Paar und absolvieren gerade ihre erste gemeinsame Turniersaison. Foto: privat
Giulia Wittig und Tino sind seit einem Jahr ein Paar und absolvieren gerade ihre erste gemeinsame Turniersaison. Foto: privat

Aktuell konnte sich die Reiterin vom RV Eicherhof mit Dantino N mit einer 8,4 aus einer Dressurreiterprüfung der Klasse A für das 8er-Team anmelden. „Tino habe ich seit einem Jahr. Er ist erst fünf und das ist unsere erste Turniersaison. Bei sechs Starts in Dressurpferde-, Dressurreiter- und normalen Dressurprüfungen der Klasse A konnten wir viermal mit einer Schleife nach Hause fahren. Ich bin super stolz auf seine Entwicklung und hoffe, dass wir zum Ende der Saison hin unsere ersten L-Starts absolvieren können“, schwärmt Giulia, die ihren Oldenburger Rappwallach als äußerst motiviertes Pferd beschreibt, welches seinem Reiter immer ein gutes Gefühl gibt.

„Er vertraut mir zu 100 Prozent. Und so tollpatschig er im Umgang manchmal ist – sobald ich in seinem Sattel sitze, merke ich davon nichts mehr.“ Unterstützt wird Giulia Wittig bei der Ausbildung des Dante Weltino-Sohnes von ihrer Reitlehrerin Silke Zinzius. Die Idee des 8er-Teams findet Giulia super: „Das trägt definitiv zur Motivation bei!“

Auf Instagram hat Dantino übrigens eine eigene Seite. Den Account @dantino_ hat Giulia Wittig vor allem eingerichtet, um die Züchter ihres Pferdes am weiteren Werdegang teilhaben zu lassen. Neben diesen folgen Tinos Geschichte mittlerweile aber auch etliche andere Pferdeinteressierte – insgesamt hat die Seite bereits über 4.000 Follower.

 

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