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15.05.2019 | News

Amazonen-Power beim Reitturnier in Overath

Matthias Odenthal mit Vegas E. Foto: Thomas Fritzen

Dass demnächst Ziegen und Schafe einzögen und alle Pferde sich die Ställe zukünftig mit meckernden Artgenossen teilen oder gar ganz ausziehen müssten, war nur eins der vielen Gerüchte, die Ende letzten Jahres in der Reitanlage Rottländer in Overath die Runde machten. Dazu kam es nicht, stattdessen übernahm die Agrargemeinschaft Deppe, bestehend aus den Brüdern Christian und Benedikt Deppe das Reitsportzentrum am Großhurdener Berg, schloss mit allen Einstellern neue Verträge ab und gab mit dem diesjährigen Reitturnier, das erstmalig im Frühjahr stattfand, quasi seinen Einstand.

Nur schade, dass das Wetter nicht mitspielte. Der pünktlich zum Turnierstart am Samstagmorgen einsetzende Platzregen ließ erstmal alle Zuflucht unter Zelten, Pavillons und Vordächern suchen. Dass der Regen, obwohl in der Landwirtschaft dringend benötigt, sich auch noch Zeit bis Montag hätte lassen können, erwähnte auch Landtagsabgeordneter Rainer Deppe in seiner Rede, die er Samstagmittag vor vollen Zuschauerrängen hielt. Aber dazu später mehr.

Den Anfang machten am Samstag die Springprüfungen der jungen Pferde. In der Springpferdeprüfung der Klasse L schaffte es Matthias Odenthal, direkt zwei Pferde auf den ersten Rängen zu platzieren. Es folgten Stilspringprüfungen der Klasse E, A und L, in denen die Amazonen des Vereins die Nase vorne hatten. In allen drei Prüfungen dominierten die Reiterinnen auf den ersten Plätzen, so belegte Franziska Schmitz den zweiten Platz im E-Springen, siegte Jana Schmeisser im Springen der Klasse A, während Frederike Wagner den vierten Platz im L-Stilspringen erritt.

Den Abschluss und Höhepunkt der Wettbewerbe im Springen bildete das M-Springen am Samstagabend. Zwei Paare blieben fehlerfrei, so dass Norbert Strothmann vom Meckenheimer RC nach einem tempogeladenen Ritt den Sieg für sich entschied. Mit 0,7 Sekunden Abstand folgte ihm Matthias Odenthal. Dritte wurde Silke Sattler mit Calimero, die zwar in einer sensationellen Zeit den Parcours bewältigte, aber einen Abwurf hatte.

Während eine Reiterin noch für das Siegerfoto posierte, sich die jungen Nachwuchsreiter für das Stilspringen der Klasse E vorbereiteten und vor dem Crêpe-Stand sich eine Schlange bildete, griff Rainer Deppe zum Mikrofon. Man möge doch ruhig weiter erzählen von dieser sehr gelungenen Sportveranstaltung in Overath und auch, wie sehr das gemeinsame Training, der Sport mit dem Partner Pferd und mit Gleichgesinnten verbände.

Am Sonntag standen traditionell die Dressurprüfungen im Mittelpunkt. Es siegte Dajana Hoffmann vom RV Overath, die ihre sechsjährigen Stute Fiesta del Sol gesattelt hatte, frühmorgens in der Dressurpferdeprüfung der Klasse L, dicht gefolgt von Anne Luise Kürschgen vom Zucht- und RV Baldenberg. Nur ein paar Stunden später stand Dajana Hoffmann erneut ganz oben auf dem Treppchen. In der Dressurprüfung der Klasse L, die auf Kandare geritten wurde, gewann sie mit dem gleichen Pferd auch diese Prüfung.

Silke Sattler, die gemeinsam mit Vereinskollegin Frederike Wagner die Leitung des Turniers übernommen hatte, zog ein positives Fazit: „Es lief super! Trotz des schlechten Wetters waren genug Zuschauer da. Und der Ablauf hat dank der vielen Helfer reibungslos funktioniert.“

Amelie Mäder


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