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20.05.2019 | News

Erfolgreiches Sommerturnier des Reitervereins Bayer Leverkusen

Dana Espendiller mit Lenny bei Jump and Dog. Foto: Kristina Dorn-Ruhl

Drei Tage lang wurde beim Sommerturnier des Reitervereins Bayer Leverkusen in 28 Prüfungen, von Einsteigerprüfungen bis hin zur Klasse M, um Schleifen und Platzierungen gekämpft.
Für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des Vereins bedeutete das ein arbeitsreiches Wochenende, denn von früh bis spät waren überall helfende Hände nötig. Dafür gab es dann aber auch für die gute Organisation von den Teilnehmern viele positive Rückmeldungen.  

Sommerturnier war sicherlich der falsche Name für dieses Turnier, denn statt sommerlicher Wärme herrschte eher typisches Aprilwetter. Es wechselte ständig zwischen Hagelschauern, stürmischem Wind und Sonnenschein, sodass der Andrang am Bierwagen sich in Grenzen hielt. „Wir hätten besser Glühwein ins Angebot nehmen sollen, der wäre besser gelaufen“, lachte die frierende ehrenamtliche Bardame hinter der Theke. „Aber wir stehen hier wenigstens im Trockenen, da sind die armen Helfer im Parcours draußen viel schlechter dran“, ergänzte sie. Der Parcoursdienst hatte in der Tat einen ungemütlichen Job, ohne festes Schuhwerk und dicke Handschuhe lief da gar nichts! Aber am Sonntag hatte der Wettergott ein Einsehen, pünktlich zu Jump and Run kam die Sonne heraus. 

Jump and Run, die Prüfung mit Pferd und Hund, hat sich zu einem echten Publikumsmagneten beim Bayer-Reiterverein gemausert. 10 Teams traten in diesem Wettbewerb auf dem Springplatz an und absolvierten, lautstark angefeuert durch das Publikum und hervorragend moderiert von Sylvia Kierdorf, mit viel Freude ihren Parcours. Hunde verschiedenster Rassen zeigten, dass sie echte Springtalente sind. Von den Hundeführern wurde diesmal Trinkfestigkeit gefordert, denn der Hundeparcours führte zum Bierwagen, wo ein großes Glas Wasser getrunken werden musste, erst danach durfte der Lauf fortgesetzt werden. Das erste Quartett mit Jennifer Wirths auf Aquarona und Nicole Bis mit Hund Debby legte eine sehr schnelle Zeit vor, die keines der anderen Teams knacken konnte und stand somit am Ende als Sieger da. Aus Sicht des Gastgebers war der rasante Ritt von Sonja Opitz auf Lexington erfreulich, anschließend war Antonia Kölsch mit Hund Sally besonders schnell beim Wasserschlucken an der Theke, wo andere wertvolle Sekunden verloren. So landete das Bayer-Quartett am Ende auf Platz drei. Sieger der Herzen war jedoch Clara Silabetzki mit Mops Gizmo, der richtig schnell war, aber mit seinen kurzen Beinen nicht über die Hindernisse kam und deshalb getragen werden musste. Für die Teilnehmer und für die zahlreichen Zuschauer war diese Prüfung ein echtes Sonntagsvergnügen. 

Direkt im Anschluss bekam der Dressurreiter und –trainer Frank Etienne für seine Erfolge im Dressurviereck das Goldene Reitabzeichen verliehen. Der aus Belgien stammende Etienne wurde in einer Pferdefamilie groß und begann 1975 seine Ausbildung zum Pferdewirt beim RVB, damals noch am Schloss Morsbroich beheimatet. Sein Ausbilder war Hermann Trant, der kürzlich verstorbene, langjährige Reitlehrer des Bayer-Vereins. Nach seiner weiteren Ausbildung zum Pferdewirtschaftsmeister bei Jean Bemelmanns bildete Etienne selber zahlreiche Lehrlinge aus. Er arbeitete sehr erfolgreich als Trainer, zwei seiner Schülerinnen wurden sogar Rheinische Landesmeisterinnen. Auch als Reiter konnte er viele Erfolge feiern, 200 davon waren Platzierungen in den oberen Rängen in Prüfungen der schweren Klasse. Peter Lautz, Vizepräsident des Pferdesportverbands Rheinland, überreichte Frank Etienne das verdiente Abzeichen, das dieser sichtlich gerührt entgegennahm.

Zum Abschluss gab es noch einen Leckerbissen für Freunde des Springsports: das M* -Springen mit Stechen. Von den 23 Startern blieben nur drei Starter fehlerfrei: Franz Gilles von der benachbarten RSG Burghof gleich mit zwei Pferden und Stefanie Axtmann. Im Stechen war Gilles mit Cordina der Schnellste und wurde damit Sieger vor Axtmann auf Crystal Saphire. Dritter wurde dann Gilles auf seinem zweiten Pferd La Paz. Gilles, der schon am Freitag in den Jungpferdeprüfungen Gold und Silber erritt, konnte mehr als zufrieden nach Hause fahren. 

Auch in der Reithalle gab es noch einen Höhepunkt: die Dressurprüfung Klasse M**-Kür.
13 Damen und ein Herr tanzten zu den Klängen ganz unterschiedlicher Musik mit ihren Pferden durch die Halle. Die Siegerin des Vortages, Katja Rommel, musste dieses Mal die goldene Schleife Romy Allard auf ihrer Stute Summer Rose überlassen, belegte aber mit Luigi Dioro Rang zwei und mit Davici Rang drei, ein sehr gutes Ergebnis für die Lokalmatadorin. 

Das Besondere am Sommerturnier beim RVB ist, dass sich nicht alles um große Namen und schwere Prüfungen dreht, sondern auch der Nachwuchs auf den vereinseigenen Pferden zeigen kann, was er gelernt hat. Unter Anleitung von Reitlehrerin Heidi Geburek zeigten die Jugendlichen des Vereins erfreulich gute Leistungen. So erreichte unter anderem im Reiterwettbewerb Antonia Barynova mit Royal Henry den ersten Platz, im Dressurreiterwettbewerb konnte sich Antonia Kölsch über einen dritten Platz auf Royal Henry freuen und beim Springreiterwettbewerb ging der Sieg an Sonja Opitz auf Lexington.
„Unsere Schulpferde haben sich wirklich von ihrer allerbesten Seite gezeigt“, freute sich Turnierleiterin Brigitte Prangenberg. „Allein Royal Henry konnte vier Schleifen ergattern! 

In den höheren Klassen konnte sich der Verein neben dem guten Abschneiden von Katja Rommel auch über einen fünften Platz von Chiara Behnke im L-Springen und einen dritten Platz von Miriam Wieland, die neben der kompletten Organisation des Springbereichs auch noch selber ritt, im M*-Springen freuen.

Turnierleiter Frau Prangenberg und Prof. Rommel waren mit dem Verlauf sehr zufrieden: „Es hätte wärmer sein können, aber so hatten wir wenigstens keinen Staub und keine Insekten!“ Ein dickes Dankeschön der beiden ging noch einmal an die zahlreichen Helfer aus den eigenen Reihen und die Sponsoren der Veranstaltung, auch davon viele aus der eigenen Mitgliedschaft!

Brigitte Leicht


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