18.01.2018 | News

Goch: Holger Hetzel nur knapp geschlagen

Beinahe hätte sich Turnierleiter Holger Hetzel ein nachträgliches Geschenk zu seinem 58. Geburtstag gemacht. Denn noch bis kurz vor Ende der Springprüfung der Klasse S*, Höhepunkt der vierten Auflage der MERA-Winterturnierserie, lag der Nationenpreisreiter auf seinem Paradepferd Dalli Dalli (Canturano I/C-Indoctro) in Führung. Doch dann kam sein Springreiterkollege Markus Renzel, der für den RV Marl startet, in den von Peter Schumacher anspruchsvoll erstellten Parcours und lenkte den gleichfalls in den Niederlanden gezogenen braunen Wallach Firenzo (Cardento/Zucchero) fehlerfrei in einer noch schnelleren Zeit als der Gastgeber des Turniers über die Hindernisse.

Christine Dorenkamp im Gocher Parcours. Foto: Derks

Aus der Traum von der Goldschleife für den Hausherrn. Mit Hetzel und Renzel waren es zudem noch Pia-Marie Schröder (RSG Niederrhein), Judith Emmers (Asperden-Kessel) und Nina Piasecki (Lobberich), die ihre Pferde in dieser Prüfung fehlerfrei über die Ziellinie lenkten. Pech hingegen für den Keppelner Tobias Thoenes, dessen Westfalenstute Ailleen (Arpeggio/Fillis) eine Stange heruntertrat. Mit einer Platzierung in diesem S*-Springen hätte Thoenes seine durchschlagenden Erfolge an diesem Turniertag endgültig gekrönt. Denn dem talentierten Springreiter gelang zuvor nicht nur in der Springpferdeprüfung der Klasse L, sondern auch in der nachfolgenden mittelschweren Springpferdeprüfung das schier unmögliche: Einen lupenreinen Hattrick. In beiden Prüfungen konnte er nämlich seine Pferde California Pie, Ernie und Coco Chanel M auf den Rängen eins bis drei rangieren. Zudem erzielte er mit dem in Westfalen gezogenen Schimmelwallach Carlifornia Pie (Captain Cooper/Ramiro`s Son I) mit einer Wertnote von 8.60 (9 = sehr gut) die höchste Wertnote, die auf diesem Turnier von Carsten Rotermund und Adolf Vogt vergeben wurde. Die Leichtfüßigkeit mit der dieser nahezu perfekte Sportpartner die Hindernisse übersprang war schon sehenswert, wobei er am Sprung nicht nur sein Vermögen, sondern auch seine ausgefeilte Technik unter Beweis stellte. So versetzten die Siege und Platzierungen den Keppelner zudem in die Lage, seine Führungsposition um die Sonderehrenpreise im Rahmen der MERA-Winterturnierserie noch weiter auszubauen. Denn wieder einmal waren die Springpferdeprüfungen für Thoenes geradezu maßgeschneidert, der bereits Anfang des Jahres beim nationalen Springturnier im westfälischen Gahlen gezeigt hatte, dass er im Sattel seiner Pferde den Parcours entsprechend der Zielvorstellung dieser Prüfungen flüssig, harmonisch und rationell absolvieren kann, um am Ende die höchste Wertnote zu erzielen. Merkmale, die an diesem Tag an der Pfalzdorfer Buschstraße aber auch für die weiteren Springprüfungen galten, in denen nach Fehler und Zeit gerichtet wurde. Doppelerfolg für die junge Amazone Lea Hein, Sevelen, die im Sattel von Ed Hardy sowohl das abschließende A** bzw. L-Springen gewinnen konnte.


zurück zur Übersicht