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02.03.2018 | News

Krefeld: 30 Jahre Turnier der Jungen Pferde

Auf der Reitanlage Kühnen öffnet vom 23. bis zum 25. März 2018 eine Talentschmiede der besonderen Art ihre Pforten: Das Turnier der Jungen Pferde, ein Event mit langer Tradition und ungebrochener Attraktivität, wird, wie seit nunmehr 30 Jahren, die besten Dressur- und Springreiter des Rheinlands nach Krefeld locken. Doch bei diesem Turnier stehen nicht die namhaften Reiterinnen und Reiter im Mittelpunkt – hier zeigen junge, vielversprechende Nachwuchspferde ihr Können.

Sandra Lentzsch bekommt beim Turnier der Jungen Pferde das Goldene Reitabzeichen verliehen.
Foto: Gohl

Das Turnier der Jungen Pferde auf der Anlage von Friedhelm und Frederik Kühnen ist eine einzige Erfolgsgeschichte. So stieg die Teilnehmerzahl von 189 Pferden im Jahre 1988 auf weit über 500 Pferde in den letzten Jahren. Doch nicht nur die Zahl der gemeldeten Pferde, sondern auch die Prominenz der Reiterinnen, Reiter und Besucher – darunter Isabell Werth, Nicole Uphoff, Nadine Capellmann, Annabell Frenzen, Hanna Erbe, Jana Freund, Heiner Schiergen, Matthias Bouten, Ralf Ehrenbrink, Michael Fassbender, Jean Bemelmans und viele mehr – sowie nicht zuletzt die Tatsache, dass eine Vielzahl von Welt- und Europameisterschafts- sowie späteren Olympiapferden ihre ersten Erfolge hier feiern konnten, sind Beweis für die Einzigartigkeit und hohe Akzeptanz dieses Turnierkonzepts.

Pferdesportbegeisterte Freunde mit einer Vision gründeten im Jahr 1988 die TSG, den Förderverein Turniersportgemeinschaft Junge Pferde e.V. Sie riefen diesen Verein ausschließlich dafür ins Leben, um einmal im Jahr ein Dressur- und Springturnier für vier bis acht Jahre junge Pferde zu veranstalten. Diese Idee resultierte aus dem Wunsch, die Ausbildung der jungen Pferde transparenter zu machen. Ferner sollte eine Veranstaltung geschaffen werden, um die Effizienz der Ausbildung nach der Winterpause gemäß der Skala der Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zu überprüfen. Auch heute sind es nur 13 Mitglieder, die für die Organisation und Durchführung des Turniers verantwortlich sind. Dass es den Initiatoren dabei vorrangig um das Wohl der jungen Sportpferde geht, ergibt sich aus der Tatsache, dass sämtliche Prüfungen nur auf Trense geritten werden dürfen. Diese Zäumung lässt die natürlichen Veranlagungen der Pferde auch in den schweren Prüfungen schonender sichtbar werden. So hat der Verein die S-Dressur auf Trense quasi erfunden: In der Bundesrepublik gab es zuvor kein vergleichbares Turnier dieser Art, welches von einem Reitverein organisiert wird. Die von den vielen freiwilligen Helfern betriebene Cafeteria, in der bei Kaffee und Kuchen die Prüfungen auf einer Videowand live verfolgt werden können, schafft eine einzigartige Atmosphäre, bei der sich Zuschauer und Teilnehmer zum Fachsimpeln und Kennenlernen treffen. Hier – oder direkt am Viereck beziehungsweise Parcours – können sie das Turniergeschehen verfolgen, das von Basis- bis hin zu schweren Prüfungen auch 2018 vielversprechenden Sport bietet.

Ein besonderer Höhepunkt wird in diesem Jahr die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens an Sandra Lentzsch sein. Die junge Pferdewirtschaftsmeisterin, eine der Besten ihres Prüfungsjahrganges, die auf der Reitanlage Kühnen tätig ist, wird am Sonntagnachmittag im Rahmen der beiden S-Dressurprüfungen geehrt werden.

Infos: www.tsgkrefeld.de 


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