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14.05.2018 | News

Marbach: Schaaf und Schäfer-Gehrau gehören zu siegreichem Nationenpreis-Team

Die deutschen Junioren haben den ersten Nationenpreis ihrer Altersklasse, der in Deutschland – genauer gesagt in Marbach – ausgetragen wurde, gewonnen. Dabei bestand das Team gleich zur Hälfte aus rheinischen Reitern: Neben Anna-Lena Schaaf (RFV Hünxe) gehörte auch Brandon Schäfer-Gehrau (FK Grand Prix Düsseldorf) zur deutschen Equipe. Unterstützt wurden die rheinischen Nachwuchsreiter tatkräftig von Calvin Böckmann und Libussa Lübbekke. Das Quartett hatte schon nach der Dressur in Führung gelegen, war im Gelände blitzsaubere Runden geritten und leistete sich heute im Springen insgesamt nur zwei Abwürfe – was einen souveränen Sieg im Nationenpreis bedeutete. Insgesamt kamen die  Vier auf 89 Minuspunkte. Die italienischen Nationenpreis-Reiter sammelten 104,3 Punkte, das irische Team kam auf 165,3 und das aus der Schweiz auf 1143,3 Punkte.

Calvin Böckmann konnte sich dabei als zweifacher Sieger feiern lassen: Er entschied mit Altair de la Cense, einer achtjährigen Stute aus französischer Zucht, auch die Einzelwertung mit 27,6 Punkten für sich. Schon nach dem Gelände hatte er sich vorsichtig-optimistisch gezeigt: „Wenn wir alle so reiten, wie wir es sonst tun, sollte es reichen.“ Und es reichte! Sein Teamkollege Brandon Schäfer-Gehrau, der erstmalig in einem Nationenpreis an den Start ging, wurde mit Fräulein Frieda Zweiter (28,7 Punkte). Die Stute erwies sich in den Bergen der Schwäbischen Alb als topfit, was die nach dem schnellen Geländeritt gemessenen Laktatwerte bewiesen. Vor dem abschließenden Springen sah es sogar noch nach einem Doppelsieg für Schäfer-Gehrau aus – doch ein Abwurf im Parcours sorgte dafür, dass sein Freund und Teamkollege Calvin Böckmann zweimal Gold gewann. Der dritte Podestplatz ging wiederum an eine rheinische Reiterin: Hier platzierte sich Einzelreiterin Isabel Mengeler (ZRFV von Lützow Hamminkeln) mit Checkred (31,1). Auch bei der 17-Jährigen wurden zum Dressurergebnis von 27,1 nach einem fehlerfreien Geländeritt vier Strafpunkte für einen Abwurf im Parcours addiert. So erging es auch Anna Lena Schaaf, die mit Fairytale 28,70 Punkte aus der Dressur mitbrachte und die Prüfung schließlich mit 32,70 Strafpunkten auf Platz sechs beendete.

Neben den Junioren gingen auch die Ponyreiter in Marbach sowohl in einer Einzel- wie auch in einer Teamwertung an den Start. Das beste Ergebnis aus rheinischer Sicht erzielte in der CCIP2*-Prüfung, die zugleich erste Sichtung für die Europameisterschaften war, Helena Bottermann (RFV Hünxe). Mit dem von ihrer Familie selbst gezogenen Nibelungenstern erhielt sie für ihre Vorstellung im Dressurviereck 31,30 Strafpunkte, denen sie lediglich 2,4 Punkte für Zeitüberschreitung im Gelände hinzufügte. Für das Endergebnis von 33,70 Punkten wurde Nibelungenstern schließlich die rote Schleife für Platz fünf an die Trense gesteckt.  In der Teamwertung behaupteten sich die beiden deutschen Mannschaften auf den Plätzen drei und vier. Zum Bronze-Quartett gehörte Jana Lehmkuhl (RFV Hünxe) mit On Top, Helena Bottermann und Nibelungenstern ritten für das viertplatzierte Team.

Platz neun in der CIC1*-Prüfung sicherte sich Arne Bergendahl. Der 27-Jährige, der wie Isabel Mengeler für den ZRFV von Lützow Hamminkeln startet, verließ das Dressurviereck mit Scrabble mit 31,90 Strafpunkten, zu denen lediglich zwei Punkte für Zeitüberschreitung im Gelände addiert werden mussten. Das Endergebnis von 33,90 bedeutete am Ende Platz neun.

Turnierleiter Wolfgang Leiss empfand den Nationenpreis der Junioren als Aufwertung des Turniers: „Es war uns eine Ehre, die erste Prüfung dieser Art in Deutschland auszurichten!“ Generell konnte er einmal mehr eine positive Turnierbilanz ziehen: „Wir wollen jedes Jahr einen Schritt weiter kommen, und das ist uns auch in diesem Jahr gelungen.“ Auch die Entwicklung der Besucherzahl ist positiv: Alleine am Geländetag pilgerten 9.400 Sportfans und Pferdefreunde auf das Gelände des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts. Soweit die nachvollziehbare Zahl, wobei die „Dunkelziffer“ dank zahlreicher nicht kontrollierbarer Zugänge zum Gestütsgelände einigermaßen hoch sein dürfte.


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