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17.01.2019 | News

Reiterverein Bayer Leverkusen trauert um Hermann Trant

Der Reiterverein Bayer Leverkusen bedankt sich bei Hermann Trant für über 50 Jahre Treue zum Verein.
Foto: Privat

Der Reiterverein Bayer Leverkusen trauert um sein Ehrenmitglied und langjährigen Reitlehrer Hermann Trant, der am 29. Dezember 2018 im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

Hermann Trant kam bereits im Alter von acht Jahren angeleitet von seinem Bruder Egon, zum Reiten. Die Liebe zum Pferd lag in der Familie, schon sein Vater war Reitlehrer und Ausbilder von Turnierpferden. Trotzdem absolvierte er zunächst eine Lehre als Technischer Zeichner und arbeitete zwei Jahre in diesem Beruf, ehe er sich entschloss, Berufsreiter zu werden.

1960 begann er seine Ausbildung in der Landesreit- und Fahrschule in Wülfrath unter Wilhelm Lindemann zum Amateur- und Hilfsreitlehrer. Ab 1961 war Hermann Trant als Amateurreitlehrer im Kölner Reitsportverein tätig, wo er Pferde wie Grande, Vice-Roy und Granat ausbildete und mit ihnen seine größten reiterlichen Erfolge bis Klasse S feiern konnte. So wurde Hermann Trant z.B. 1962 bei den Deutschen Military Meisterschaften in Luhmühlen mit dem Pferd Vice-Roy Deutscher Vizemeister hinter Fritz Ligges.

Im Jahr 1964 ging Hermann Trant nach Warendorf, wo er im selben Jahr seine Reitlehrerprüfung FN mit Lehrbefähigung zur Ausbildung von Lehrlingen ablegte.

Es folgten zwei Jahre Tätigkeit als Reitlehrer in der Schweiz. Während dieser Zeit ritt er gelegentlich bei Charmatin und bildete mehrere Pferde in der Dressur bis Klasse S aus. Nach weiteren zwei Jahren als Reitlehrer im Turnierstall Steimelshof in Hennef kam Hermann Trant am 1. Oktober 1968 als Reitlehrer in den RVB. In der Zeit beim Reiterverein Bayer Leverkusen rückte sein eigenes erfolgreiches Turnierreiten immer mehr in den Hintergrund.

Neben der Ausbildung von jungen Pferden im RVB widmete er sich immer stärker der Ausbildung von Lehrlingen und der Förderung jugendlicher Reiter bis zur Turnierreife. Zu seinen Lehrlingen zählen unter anderem die Brüder Georg und Frank Etienne sowie Horst Rimkus, die alle bis in die höchsten Klassen als Reiter und Ausbilder erfolgreich tätig sind. 1997 verabschiedete der Reiterverein seinen Reitlehrer Hermann Trant nach 28 Jahren u.a. mit einer Steckenpferdquadrille in den Ruhestand.

In seiner langen Dienstzeit hat er unzähligen Reitschülern in den Sattel und zum Erfolg bis in hohe Klassen geholfen. Bis eine Woche vor seinem Tod hat er noch jeden Freitagmorgen mit großem Engagement eine Reitstunde gegeben, dies bezeichnete er gerne als “das Schönste in der Woche” für ihn.

Der RVB bedankt sich bei Hermann Trant, einem echten Pferdemenschen, für über 50 Jahre Treue zum Verein. Wir werden ihn sehr vermissen!

Brigitte Prangenberg


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