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09.05.2019 | News

Springlehrgang mit Heinrich-Wilhelm Johannsmann auf den Bergischen Höhen – was man vom Kaiser lernen kann

Ein Lehrgang der besonderen Art fand am letzten Märzwochenende in Marienheide-Kempershöhe statt.
Foto: Privat

Ein Lehrgang der besonderen Art fand am letzten Märzwochenende in Marienheide-Kempershöhe statt.

Vielen ist der Name Johannsmann noch aus seiner aktiven Springsport-Zeit ein Begriff: Der Ostwestfale ist ehemaliger Nationenpreisreiter und war vor allem mit den Warendorfer Hengsten „Gralshüter“ und „Potsdam“ äußerst erfolgreich auf internationalem Parkett unterwegs. Seit einigen Jahren widmet er sich der Ausbildung junger Pferde und Reiter und ist auf diesem Gebiet nicht nur in Deutschland, sondern auch international ein gefragter Trainer. Entsprechend groß waren die Erwartungen. Seinen Beinamen „Kaiser“ trägt er, weil sein erster Reitlehrer ihn gelehrt hatte, auf dem Pferd immer gerade zu sitzen, so wie ein Kaiser.

Der Lehrgang begann am Freitag mit einem Theorieteil, der – auch für Nicht-Teilnehmer geöffnet – in geselliger Atmosphäre in den Räumen der Kempershöher Feuerwehr stattfand. Hier erklärte Johannsmann anhand eines speziellen Lehrfilms, worauf es ihm besonders ankommt wie zum Beispiel das Einhalten korrekter Linien durch den Parcours. Mit einer Genauigkeit, die man sonst eher von der Dressur her kennt, entwickelte er, wie eine sinnvolle Springstunde seiner Ansicht nach auszusehen hat und gab dabei viel aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz als Profi preis.

Samstag und Sonntag ging es dann an die Praxis auf dem Springplatz.

Hier mussten die Teilnehmer zunächst den korrekten Weg reiten, die Hindernisse dabei links liegen lassen, Galoppsprünge zählen, um ein Gefühl für die Galoppade zu bekommen und die Distanz nachher möglichst perfekt zu absolvieren. Auch auf die richtige Reitweise der Übergänge zwischen den Gangarten legte er besonderen Wert.

Schließlich ging es dann durch den Parcours, der auf eine für die jeweiligen Reiter angemessene Höhe gebaut war.

Humorvoll leitete und kommentierte er und bezog auch das Publikum dabei mit ein. So war es nicht nur für die Reiter ein abwechslungs- und lehrreiches Wochenende.

Matthias Wörner


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