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30.04.2019 | 8er-Team Neuigkeiten

Vorstellung der 8er-Team-Neulinge im Mai

Stilistisch sauberes, korrektes und pferdefreundliches Reiten zu belohnen, das ist das Ziel des 8er-Teams, welches es 2019 endlich auch im Rheinland gibt! Trotz der noch jungen Saison – für die Anmeldung zählen alle seit dem 1.10.2018 errittenen 8er-Noten (genaue Teilnahmebedingungen gibt es hier – konnten bereits einige Mitglieder im 8er-Team begrüßt werden. RRP stellt einige Top-Scorer vor! 

 

Raiffeisen Markt 8er-Team U25 Vielseitigkeit

Nachdem mit dem großen Vielseitigkeitsturnier in Wesel-Obrighoven Ende März endlich auch die Saison der Buschreiter eingeläutet wurde, konnten wir gleich mehrere talentierte junge Reiter im Raiffeisen-Markt 8er-Team U25 Vielseitigkeit begrüßen.

Josephine Witzel und Littel Leo P konnten bereits 8er-Noten in Stil-Geländeritten der Klasse E und A erreiten zu Beginn der Saison. Foto: privat
Josephine Witzel und Littel Leo P konnten bereits 8er-Noten in Stil-Geländeritten der Klasse E und A erreiten zu Beginn der Saison. Foto: privat

„Top-Scorerin“ dieses Teams ist mit zwei 8er-Noten derzeit Josephine Witzel. Auf ihrem Pferd Littel Leo P konnte sie in Wesel den E-Stilgeländeritt mit einer Wertnote von 8,6 gewinnen – und legte kurz danach eine spitzen Premiere auf A-Niveau hin, bei der sie den Stil-Geländeritt mit einer Note von 8,0 ebenfalls für sich entscheiden konnte!

Die 13 -jährige Josie und der 14-Jährige “Litti” sind bereits seit August 2015 ein Team – und das schon überaus erfolgreich! Neben dem Sieg bei den Kreismeisterschaften 2018 in der Vielseitigkeit auf E-Niveau im Kreis Mettmann konnten sie auch schon häufiger 8er-Noten erreiten. Solche traumhaften Wertnoten sind für die Schülerin aus Erkrath stets eine besondere Freude – jetzt, wo es das 8er-Team endlich auch im Rheinland gibt, kommt ihnen aber noch einmal eine höhere Bedeutung bei: “Ich finde die Idee des 8er-Teams spitze! So bekommt man auch auf niedrigerem Niveau Anerkennung für gutes Reiten – und nicht erst, wenn man schon international unterwegs ist.”

Der Startschuss für die reiterliche Karriere wurde bei Josie schon früh gelegt: Bereit im zarten Alter von drei Jahren saß sie das erste Mal im Sattel. Mittlerweile konnte sie bereits bis zur Klasse A* im Parcours Siege erzielen. Auf Schleifenjagd geht sie für den RV Langenfeld Gut Langfort e. V., der seinen Sitz im Pferdesportzentrum Rheinland auf Gut Langfort hat. Hier sind auch ihre beiden Pferde untergebracht. Täglich trainiert sie auf der hiesigen Anlage der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland unter der Anleitung von Schulleiter Daniel Weinrauch und Vielseitigkeits-Landestrainer Jarno Debusschere mit ihren beiden Pferden. Die Saisonziele hat sie dabei stets fest im Blick: „Neben Etablierung auf A-Niveau in der Vielseitigkeit möchte ich mich gerne für die Goldene Schärpe und möglichst auch das Bundesnachwuchschampionat qualifizieren”, verrät Josie. Den richtigen Partner dafür hat sie mit Littel Leo P zum Glück gefunden. “Litti ist nicht nur im Umgang total lieb und unkompliziert. Gerade im Gelände passt er immer auf mich auf und ist ein absolutes Verlasspferd!“

Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Dressur

Philippa Egge und Belle de Noir gehören dem Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Dressur an. Foto: Michelle Bartschies
Philippa Egge und Belle de Noir gehören dem Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Dressur an. Foto: Michelle Bartschies

Mit einer 8,2 aus einer A-Dressur gehört Philippa Egge zu den derzeitigen Top-Scorern im Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Dressur. Gleich den ersten gemeinsamen Start mit der von ihrer Familie selbst gezogenen Stute Belle de Noir konnte sie damit in einen Sieg verwandeln. „Belle ist die Enkelin unserer ersten Zuchtstute. Dass unser erster Start ein solcher Erfolg werden würde hätte ich nicht gedacht, umso mehr habe ich mich gefreut! Es ist einfach etwas ganz besonderes, wenn man ein Pferd vom allerersten Moment an kennt und es dann reiten und auf Turnieren vorstellen darf“, findet Philippa, die Belle zwar nicht selbst ausgebildet hat, sie aber von Anfang an öfter reiten durfte.

„Belle ist eher der gemütliche Typ. Manchmal ist sie auch etwas tollpatschig. Wenn sie dann zum Beispiel beim Freilaufen plötzlich total losrast und buckelt, erstaunt sie uns immer wieder. Ich glaube ich bin ihr in gewisser Weise recht ähnlich“, erzählt die Reiterin lachend. Philippa kommt aus einer pferdesportbegeisterten Familie, schon ihre drei älteren Schwestern sind alle geritten. „Ich saß daher schon als Baby mit auf dem Pferd.“ Die erste richtige Reitstunde folgte im Alter von fünf Jahren. Mit ihrem ersten Pony trabte Philippa schließlich schon in E- und A-Dressuren zu 8er-Noten. „Damals war ich schon etwas erfolgsverwöhnt“, gesteht die Reiterin. „Umso schwerer ist mir der Umstieg aufs Großpferd gefallen.“

Mit ihrer Stute Pia Lotta hat sie aber schließlich den richtigen Partner gefunden. „Aber als wir endlich ‚turnierfertig‘ waren, hat uns das Pech verfolgt. Erst fiel Pia Lotta für ein Jahr aus, danach habe ich mir das Schienbein gebrochen und bin ausgefallen.“ Mittlerweile ist das Paar aber im Viereck L-platziert. In diesem Jahr wollen sie gemeinsam erste Starts in L-Dressuren auf Kandare und in M-Dressuren bestreiten. „Da Pia Lotta aber schon 17 ist, wird sie demnächst in die Zucht gehen. Daher bin ich froh, dass ich auch mit Belle an den Start gehen kann. Mit ihr möchte ich weiter A-Dressur reiten und vielleicht auch schon mal den ersten L-Start in Angriff nehmen.“ Außerdem hat Philippa im vergangenen Jahr mit beiden Pferden angefangen regelmäßig zu springen. „Daher wollen wir nun auch im Parcours erste Erfahrungen in E- und A-Springen sammeln.“ Das 8er-Team stellt für Philippa Egge eine zusätzliche Motivation für gute Leistungen dar. „Das ist ein echter Anreiz, solche Noten öfter erreichen zu wollen!“

Raiffeisen-Markt 8er-Team U21 Springen

Mit gleich zwei 8er Noten im A* Stilspringen registrierte sich Jeanette Gruszien mit ihrer zwölfjährigen Stute Don Don Noir für das Raiffeisenmarkt 8er-Team U21 Springen.

Jeanette Gruszien und ihre „Donnie“ sind immer für hohe Noten und Siege gut. Foto: privat
Jeanette Gruszien und ihre „Donnie“ sind immer für hohe Noten und Siege gut. Foto: privat

Die Jurastudentin, die auf Instagram (nette_gr) und youtube (Nettes Blog) jeweils 2.000 Follower an ihrem Stallleben teilhaben lässt, darf neben ihrem Shetlandpony Donald die Rheinländerin “Donnie” seit bereits fünf Jahren ihr Eigen nennen. “Ich hatte das große Glück, dass meine beiden großen Geschwister früher schon geritten sind und ich die Stallluft somit schon im Kinderwagen genießen durfte”, verrät die 21-Jährige, die mit ihrer Donnie bereits viele Siege und Platzierungen bis zur Klasse A** im Parcours erreichen konnte. Da sich auch in der Vergangenheit schon einige 8er Noten darunter befanden, ist Jeanette total begeistert von der Einführung des 8er-Teams im Rheinland: “Ich finde das ist eine tolle Möglichkeit auch Reiter zu fördern, die nicht unbedingt zu den Profis gehören, sich aber dennoch viel Mühe mit ihren Pferden und ihrer Reitweise geben. Endlich kann man auch als Nichtberufsreiter ein bisschen glänzen.”

Denn der Einstieg in den Turniersport war alles andere als leicht für Jeanette und ihre Stute, als Donnie aufgrund einer Verletzung am Fesselträger für sportuntauglich befunden wurde. “Mit viel Geduld, toller tierärztlicher Beratung, einer langen Auszeit auf der Weide und ganz viel Daumendrücken, bin ich unendlich froh, dass Donnie im letzten Jahr in den Turniersport zurückgekehrt ist und uns seitdem mit vielen tollen Runden und ganz viel Spaß beschenkt”, strahlt Jeanette über das ganze Gesicht.

Wenn sie von ihrem Pferd erzählt, kommt sie richtig ins Schwärmen: “Sie probiert immer alles richtig zu machen, hat ein absolutes Kämpferherz und ist im Parcours immer voll und ganz dabei.” Dennoch hat Donnie ihren eigenen Kopf und kann durchaus mal etwas stur sein. “Sie eigentlich sehr verschmust, möchte aber den Zeitpunkt dafür immer gerne selbst bestimmen”, schmunzelt Jeanette.

Immer, wenn es die Zeit zulässt, fahren Jeanette und Donnie nach Gut Bärbroich zu Elmar Pollmann-Schweckhorst, um gemeinsam an ihren Schwächen zu arbeiten und neue Tipps und Übungen mit nach Hause zu nehmen, die dann auf Gut Reuschenberg fleißig trainiert werden.

“Mein Hauptziel ist es, mit meinen Pferden so viel Spaß wie möglich zu haben. Sportlich gesehen würde es mich natürlich freuen, wenn die Saison für uns so gut weitergeht, wie sie begonnen hat und wir vielleicht noch ein paar 8er Noten mit nach Hause bringen können”, berichtet Jeanette, die mit ihrer Donnie den gemeinsamen Weg in A und L Springen weiter festigen möchte.

 

CastingHorses 8er-Team Ü22-Springen by Assenmacher

Den derzeit zweiten Platz hinter der immer noch führenden Meike Ihrig im Ranking des Casting Horses 8er-Team Ü22-Springen by Assenmacher teilen sich zurzeit mit Kristin Maiwald und Miriam Schmidt zwei Reiterinnen.

Kristin Maiwald und ihre „Greta“ sind echte Allrounderin und auch im Gelände unterwegs. Foto: privat
Kristin Maiwald und ihre „Greta“ sind echte Allrounderin und auch im Gelände unterwegs. Foto: privat

Kristin Maiwald und ihre Rappstute Cadeau Noir konnten nach einer langen Verletzungspause mit einer Wertnote von 8,2 erfolgreich in den Turniersport zurückkehren. Kristin und ihre “Greta”, wie die neunjährige Stute von allen nur genannt wird, sammelten in den vergangenen Jahren schon einige Siege und Platzierungen auf L-Niveau in Dressur, Springen und Vielseitigkeit und sind mit ihrem Verein RSV Wesel-Obrighoven fünffacher Sieger im Deutschen Quadrillen Championat.

Aufgrund ihrer Erfolge waren die beiden in jungen Jahren in den Perspektivkader des Trakehner Verbandes berufen worden und durften im Zuge dessen unter anderem bei Ingrid Klimke und Andreas Ostholt trainieren. Denn gerade im Gelände liegen die Stärken von Greta, die sich nicht davon irritieren lässt, wenn der Reiter den Graben mal etwas zögerlich anreitet. „Im Gegenteil, sie gibt einem als Reiter dann die nötige Sicherheit“, freut sich Kristin Maiwald.

Die Rappstute kam dreijährig zu Kristin Maiwald und ist auch außerhalb der Turnierplätze für jeden Spaß zu haben. Ob es sich um Showauftritte auf der Equitana, Strandritte ohne Sattel, Kostümspringen oder Ausritte zum gemeinsamen Mittagessen im Biergarten handelt, auf ihre Stute kann sich Kristin zu 100 Prozent verlassen. “Greta ist ein Pferd mit einem sehr starken Willen, aber auch unglaublich gutmütig. Während all der Zeit hat sie noch nie gebuckelt oder vor einem Sprung verweigert”, schwärmt Kristin, muss dann aber lachen. “Nur wenn es ums Futter geht, versteht sie keinen Spaß. Da ist sie eine richtige Stute.”

Kristin konnte in der gemeinsamen Zeit mit Greta schon mehrere 8er Noten sammeln und ist deswegen begeistert, dass es das 8er-Team jetzt auch im Rheinland gibt. “Die Idee des 8er-Teams finde ich super! Einige Freundinnen von mir sind auch schon registriert, sodass wir bereits die gemeinsam Fotos mit unseren neuen T-Shirts geschossen haben”, erklärt Kristin, die auf der Jahreshauptversammlung ihres Vereins reichlich Werbung für die Reitsportförderung im Rheinland betrieben hat.

Nicht unwesentlich an Kristins und Gretas Erfolgen beteiligt sind die Trainer des Paares. Dressurmäßig arbeiten sie mit Helmi Abeck und Gerd van der Linde, mit Helmut Bergendahl wird fürs Gelände geübt und im Parcours erhalten sie Unterstützung von Frank Veldhuis.

Doch nicht nur der Turniererfolg liegt Kristin am Herzen. Als Mitglied des Vorstandes im Reitsportverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven kümmert sie sich um das Sponsoring und die Jugendarbeit. “Wir sind ein sehr aktiver Verein mit einer großen Jugendabteilung mit über 70 Kindern und versuchen neben dem Mannschaftsreiten durch verschiedene Aktionen wie Dachbootrennen, Fahrradrallyes oder Kochkurse den Teamgeist unserer Jugend zu stärken”, berichtet Kristin, die in der Vergangenheit auch schon öfter Mannschaften ihres Vereins zum Sieg führen konnte.

Neben dem größten Wunsch, dass Greta gesund bleibt, stehen für das Paar in dieser Saison die ersten Prüfungen in der Vielseitigkeit auf zwei Sterne Niveau an, wofür Kristin mit ihren Freundinnen und deren Pferden über Ostern nach Radolfzell gefahren ist. “Ich finde es besonders schön, gemeinsam unterwegs zu sein und sich gegenseitig zu helfen. Das stärkt die Bindungen und ich kann die Zeit immer genießen. Deswegen reite ich auch so gerne Mannschaftsprüfungen.”

Erweiterung auf die Klasse M*!

Achtung, Änderung! Bisher galten für die Anmeldung zum 8er-Team Noten von 8,0 und besser in LPO-Prüfungen der Klassen E bis L** (ohne Basis- und Aufbauprüfungen) – ab sofort (und natürlich rückwirkend seit dem 1.10.18) können auch 8er-Noten in Prüfungen der Klasse M* für die Aufnahme in das 8er-Team eingereicht werden!

Außerdem ist bei uns jeden Mittwoch 8er-Team-Tag auf Social Media!

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Miriam Schmidt unter den Topscorern des 8er-Teams Ü22-Springen

Eine Wertnote von 8,4 im L-Stilspringen haben Miriam Schmidt und ihre achtjährige Stute Quismy für das Casting Horses 8er-Team Ü22 Springen eingereicht. In Springpferdeprüfungen der Klassen A bis M war das Paar schon zuvor häufig mit 8er-Noten belohnt worden, nun haben sie auch die erste 8er-Note im Stilspringen erritten. Miriam, die mit acht Jahren auf Schulpferden mit dem Reiten begonnen hat, wird derzeit von ihrem Mann Frank Schmidt trainiert, der Quismy vor vier Jahren für seine Frau entdeckt hat.

“Auf andere hat Quismy wohl eher unscheinbar gewirkt und wurde etwas unterschätzt, sodass ich das Glück hatte, sie zu kaufen”, erzählt Miriam Schmidt über ihr Pferd, das mittlerweile ein echtes Familienmitglied geworden ist. “Quismy ist sehr personenbezogen und anhänglich. Sie hat eine super Arbeitseinstellung und macht einfach nur Spaß”, schwärmt die Reiterin. “Egal ob Zuhause in der Dressurarbeit, im Springtraining, im Gelände oder auf dem Turnier. Quismy ist immer mit Freude bei der Sache, ist ehrgeizig und will nichts falsch machen.”

Neben dem erklärten Saisonziel, die erste Schleife in einem normalen M-Springen zu ergattern, möchte Miriam gerne noch weitere 8-er Noten sammeln. “Ich finde die Idee des 8er-Teams total klasse. Gerade als reiner Amateur steht man nicht oft im Mittelpunkt. Es ist schön, dass gutes Reiten auf diese Weise honoriert und gefördert wird. Da freut man sich noch mehr über 8er-Noten als man es sowieso schon tut”, findet Miriam, die sich mit Quismy bereits die Leistungsklasse 3 erreiten konnte.

Miriam Schmidt und Quismy sind im Parcours zuhause. Foto: Fotografie Fritzen
Miriam Schmidt und Quismy sind im Parcours zuhause. Foto: Fotografie Fritzen

Einen Vollzeitjob, das Pferd und die sportlichen Ambitionen unter einen Hut zu bekommen ist dabei allerdings nicht immer ganz leicht. “Ich habe das Glück, dass ich bei meinem Arbeitsgeber mit Gleitzeit arbeiten kann und somit mein Hobby und meinen Beruf super miteinander kombinieren kann”, erklärt Miriam. “Auch wenn ich dafür jeden Tag um 5.30 Uhr aufstehe und abends erst spät zuhause bin, ist es für mich das schönste Hobby der Welt. Mein Pferd gibt mir unheimlich viel zurück!”

 

 

Easy Exit 8er-Team Ü22-Dressur

Im Easy Exit 8er-Team Ü22 Dressur hat Pilar Gervers die Führung übernommen. Mit ihrem Pferd Espresso Valentino hat die 27-Jährige Ende März eine Dressurreiterprüfung der Klasse A mit einer Traumnote von 8,2 gewonnen – und direkt danach noch einen weiteren Sieg mit einer 8,6 „nachgelegt“.

Pilar Gervers, die schon als Kleinkind mit dem “Pferdevirus” infiziert wurde und seit dem Grundschulalter im Sattel sitzt, erfüllte sich vor drei Jahren mit dem damals noch rohen Espresso den lang gehegten Traum vom eigenen Pferd. Gemeinsam mit ihrer Trainerin Silvia Sterzenbach bildet sie den jetzt sechsjährigen Hannoveraner seither am Bergerhof in Mülheim selbst aus. „Das war schon immer mein Traum“, gesteht die Reiterin lächelnd. Dabei haben Pferd und Reiterin auf dem Weg zu den ersten gemeinsamen Schleifen einen durchaus steinigen Weg hinter sich. „Espresso ist das außergewöhnlichste Pferd, was ich kenne“, so Pilar Gervers. „Und das kann man bei ihm tatsächlich sowohl positiv als auch negativ auslegen.“ Sie bezeichnet ihren Wallach als stets motiviert, super schlau und sehr lernfähig. „Außerdem ist er sehr vielseitig. Mein Herz schlägt zwar vor allem für die Dressur, aber wir gehen auch ins Gelände, springen und haben sogar schon mal Agility ausprobiert. Aber Espresso ist auch super sensibel, skeptisch und chaotisch…“

Pilar Gervers und ihr Espresso waren gleich zweimal nacheinander mit 8er-Noten siegreich. Foto: Sofie Cappell-Höpken
Pilar Gervers und ihr Espresso waren gleich zweimal nacheinander mit 8er-Noten siegreich. Foto: Sofie Cappell-Höpken

So dauerte es relativ lange, bis der Fuchs seine Reiterin im Sattel vollends akzeptiert hatte. Dazu wurde der Wallach eine Zeitlang geradezu vom Verletzungspech verfolgt – was immer wieder längere ‚Auszeiten‘ zur Folge hatte. „Umso mehr genieße ich gerade die Zeit, in der ich Espresso einfach mal reiten kann und er mir so viel Freude dabei bereitet. Und endlich können wir auch mal auf dem Turnier zeigen, was in uns schlummert”, so Pilar, die sich im vergangenen Herbst über die ersten gemeinsamen Schleifen mit Espresso freuen durfte. „Die 8,2 Ende März war unser erster Sieg, unsere erste 8er-Note und unsere dritte Schleife insgesamt. Kurz danach gab es dann direkt den zweiten Sieg in einer Dressurreiter-A mit einer 8,6 und unsere erste Schleife in einer A**-Dressur. Auf diese Entwicklung bin ich natürlich unglaublich stolz, das darf gerne so weitergehen!“

Gemeinsam mit ihrer Trainerin feilen Reiterin und Pferd gerade an den L-Lektionen. „Silvia legt aber viel Wert auf abwechslungsreiches Training, so dass wir auch regelmäßig Stangenarbeit machen und springen. Außerdem fahre ich auch gerne mal zu auswärtigen Lehrgängen, um Espresso woanders zu reiten und Tipps von externen Trainern zu erhalten.“

Als Saisonziel hat sich Pilar gesetzt, die guten Leistungen auf A-Niveau zu halten und erste L-Starts in Angriff zu nehmen. „Aber ich plane mit Espresso sowas gar nicht so gerne. Mit ihm kommt sowieso immer alles anders als man denkt“, betont die Reiterin augenzwinkernd. „Weitere 8er-Noten wären natürlich auch super, damit wir im Ranking oben bleiben. Die Idee des 8er-Teams finde ich super! So werden auch Reiter wie ich, die hobbymäßig in den unteren Klassen unterwegs sind, aber trotzdem ordentlich reiten, belohnt. Ich freue mich auch schon sehr auf die Abschlussveranstaltung!“


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